Geckobeschreibung


Folgende Beschreibung bezieht sich nur auf Gekko ulikovskii und eigenen Beobachtungen unsererseits!
Da der Text sehr umfangreich ist besteht die Möglichkeit der Schnell-Auswahl:














Mailkontakt





Erscheinungsbild


Der Kopf:

Der Kopf läuft zur Spitze hin eher rundlich zu, so dass er eine Eiform hat. Bei Weibchen ist dies stärker ausgeprägt, die Männchen hingegen haben eine etwas spitzere Schnauze. Der Unterkiefer wirkt klein, im Gegensatz zum Kopf/Oberkiefer der hochgewachsen wirkt. Der ganze Kopf wirkt im Vergleich zum Körper zierlich.


Die Augen sind verhältnismäßig groß und besitzen Spaltpupillen, wie es für dämmerungs-/nachtaktive Tiere üblich ist. Die Augen stehen leicht hervor und lassen das Tier in Verbindung mit dem relativ hellen Körper gespenstisch aussehen.
Auge am Tage Auge im Halbdunkeln



Der Körper:

Der Körper der Männchen wirkt recht schlank, während die Weibchen grade in der Graviditätsphase stark an Umfang zunehmen und etwas unförmig aussehen.



Die Beine:

Die Vorderbeine wirken dünner als die Hinterbeine, dort befinden sich die kräftigen Muskeln. Männchen haben teilweise vom Umfang her dickere Hinterbeine.



Die Füße:

Jeder Fuß besitzt fünf breite Zehen, welche an der Unterseite mit Haftlamellen besetzt sind. Sie ermöglichen den Tieren das Laufen an glatten Flächen wie Glasscheiben und ähnlichem. Zusätzlich besitzen die Tiere an vier von fünf Zehen an der Spitze noch feine Krallen, die sie im Gegensatz zu Uroplatus henkeli nicht einziehen können. Die Krallen verhaken sich sehr gut in raue Untergründe und in Kleidung, beim Lösen des Tieres von so einer Oberfläche bitte sehr vorsichtig sein. Der fünfte Zeh ohne Kralle ist auch etwas kürzer als die anderen.
Alle Füße von oben Fuß von unten



Der Originalschwanz:

Der Schwanz wirkt schlank und lang. Der Schwanz wirkt auf den letzten Zentimetern dünner als bei anderen Arten, wo er eher gleichmäßig dünner wird. Er kann an vielen Sollbruchstellen abgeworfen werden, erkennbar an den feinen Ringen. Die Schwanzspitze ist ziemlich spitz.
Originalschwanz



Der Regeneratschwanz:

Dieser unterscheidet sich in Länge, Beschuppung, Farbe und Schwanzspitze vom Original. Ein neuer Schwanz erreicht nicht mehr seine vorherige Länge und die Beschuppung erscheint feiner. Das Regenerat kann einen leicht anderen goldbraunton aufweisen als der Rest des Schwanzes, seine Schwanzspitze ist rund und nicht mehr spitz. Ein neuer Schwanz übernimmt die selben Funktionen wie das Original in Sachen Beweglichkeit. Innerhalb des neuen Schwanzes kann der er jedoch nicht mehr abgeworfen werden.

nach oben

Ein Regeneratschwanz
















Zeichnung und Färbung


Die Grundfärbung besteht aus einem goldgelben Farbton, der je nach Tier verschieden stark ausgeprägt ist. Die Flanke und die Füße heben sich oft stark vom Gelb ab, sie wirken dann graublau und blass, können sich aber auch ebenso goldgelb färben. Tagsüber wirken die Tiere teilweise dunkelbraun und unscheinbar. Auf dem Kopf besitzen die Tiere eine mehr oder weniger ausgeprägte dunkelbraune Zeichnung, die Bogenförmig am Kopfende verläuft. Zeichnungselemente aus Strichen und Punkten auf der Kopfmitte sind auch möglich. Die Rückenzeichnung besteht aus hellen waagrechten Linien, die bei Männchen stärker ausgeprägt sind als bei den Weibchen.
Männchen in Nachtfärbung Männchen in Tagfärbung Weibchen

Der Bauch der Goldgeckos erscheint weiß bis gelblich, hebt sich also kaum von der Oberseite ab.

nach oben













Hautbeschaffenheit


Die Haut wirkt samtig weich und ebenso fühlt sie sich an. Sie ist sehr empfindlich gegenüber Verletzungen, deswegen tragen wir gerne Baumwollhandschuhe wenn wir die Tiere anfassen müssen. Diese schützen die Haut vor Fingernägeln, Schmuck oder ähnlichem.

nach oben












Unterschied zwischen Jungtier und Adulti


Die Zeichnung der Jungtiere unterscheidet sich gut von den erwachsenen. Sie wirken auf dem Rücken stark marmoriert, von der goldgelben Färbung ist noch nicht viel erkennbar. Der Schwanz ist mit dunklen Ringen gezeichnet. Die Kopfzeichnung sticht auch deutlicher hervor als bei den Elterntieren. Trotzdem schützt das veränderte Aussehen die Kleinen nicht vor dem  Maul der Eltern, sie würden sofort gefressen.

nach oben

Jungtier












Größe und Gewicht


Die Gesamtlänge beträgt bis zu 25 cm – in der Regel bleiben die Tiere etwas kleiner, unsere Tiere messen um die 20 cm. Gewogen haben wir die Goldgeckos noch nicht, werden es aber bei Gelegenheit nachholen.

nach oben














Geschlechtsunterscheidung


Weibchen:

Weibchen haben einen ausgedehnten Körperumfang wenn sie Eier in sich tragen und bei guter Kalkversorgung erkennt man deutlich die Kalksäckchen. Ihre Rückenzeichnung ist nicht so stark ausgeprägt wie die der Männchen, jedoch ist dies kein verlässliches Merkmal. Die Kopfform ist rundlicher, die Femoralporen schwach zu erkennen und es fehlen die Hemipenistaschen.


Männchen:

Männchen sind schlanker und besitzen keine Kalksäckchen. Ihre Rückenzeichnung wirkt deutlicher als bei den Weibchen, jedoch kann das auch bei unterdrückten, kranken oder schwachen Tieren der Fall sein. Ihre Schnauze läuft normalerweise spitzer zu wie die der Weibchen. Ihre Femoralporen sind deutlich zu erkennen und sondern in geschlechtsreifem Alter ein wachsartiges Sekret ab. Die Hemipenistaschen befinden sich am Schwanzanfang als dreiecksförmige Fortsätze. Femoralporen und Hemipenistaschen können bei unterdrückten Männchen auch weniger ausgeprägt sein, hier also Vorsicht. Die Bestimmung eines Männchens ist wesentlich einfacher wie die eines Weibchens.

nach oben

Weibchen
Weibchen
Männchen
Männchen
Geschlechtsvergleich













Schlafposition


Ein schlafender Goldgecko sucht sich einen möglichst dunklen, sicheren Platz zum Schlafen. Zwischen Korkröhren oder Ritzen der Rückwand. Manchmal schlafen sie auch unter der warmen Schieferplatte unterm Heizstrahler. Manchmal mit Kopf nach unten, manchmal Kopf nach oben. Eine definitive Schlafposition gibt es nicht. Was oft zu beobachten ist, ist dass sich ein Goldgecko waagrecht an die Seitenscheibe knapp unter den Deckel klebt. Dort löst er die auf der Unterseite befindlichen Füße und hängt nur noch oben an jeweils einem Vorder- und einem Hinterfuß. Nach einiger Zeit wird die Seite gewechselt und die andere Fußreihe ist dran. Sieht lustig aus wenn man einen Goldgecko so hängen sieht, mit zwei Füßen in der Luft

nach oben












Stimmvermögen


Leider haben wir unsere Goldgeckos noch nicht wirklich gehört, so dass wir nicht einschätzen können welche Laute sie normalerweise von sich geben. Beim Balzen hört man manchmal gurrende Laute.

Eine Halterin teilte uns mit, dass ihre Goldgeckos, ähnlich den Phelsuma mad.grandis, meckernde Laute von sich geben. Und dies des öfteren bei verschiedenen Gelegenheiten.

Wenn ihr weitere Beobachtungen habt schreibt sie uns bitte, wir werden sie hier ergänzen.

nach oben












Kommunikation, Balzverhalten, Paarung


Hier können wir nur das wiedergeben was wir beobachten konnten, eventuell ist die Spanne der Möglichkeiten noch viel größer als beschrieben!

Paarungen und Balzverhalten kann man bei Pärchen oft beobachten. Das Männchen wackelt mit dem Kopf, züngelt heftig, bläst die Kehle auf und schlängelt mit seinem Schwanz. Dann läuft er - immer kopfwackelnd - auf das Weibchen zu und dreht sich dabei so, dass sie seine Rückenzeichnung sehen kann. Das Weibchen duckt sich dabei häufig nah an den Untergrund und wackelt ebenfalls mit dem Kopf und züngelt. Oft ist auch zu beobachten, dass die Weibchen mit den Vorderpfoten "winken", entweder mit einer oder mit beiden abwechselnd. Dies nennt man "treteln" und ist als Beschwichtungsversuch gedacht. Die Männchen lassen dann in der Regel vom Weibchen ab.

Tun sie es nicht, schreiten sie gleich zur Tat und versuchen das Weibchen irgendwo am Nacken zu packen und festzuhalten. Meist geht eine kleine Verfolgung voran, da dass Weibchen keine Lust auf solche Spielchen hat. Sobald das Männchen sich im Nacken des Partners verbissen hat versucht er ihren Schwanz zur Seite zu schieben, so dass er besser ans Ziel kommt. Dann führt er einen seiner zwei Hemipenise ein und die Paarung ist in vollem Gange. Die Tiere bleiben eine Zeit lang so verkeilt, bis das Männchen den Biss lockert und das Weibchen sofort den Rückzug antritt. Beide säubern sich ausgiebig - bis zum nächsten Mal.

Das Balzverhalten ist leicht mit den Drohverhalten zu verwechseln, da dort auch züngeln, kopfwackeln und ein schlängelnder Schwanz vorkommt. Es ist also notwendig seine Tiere genau zu kennen um ihr Verhalten einschätzen zu können. Meist sieht es so aus als würden sich auch Männchen untereinander gut verstehen, um dies genauer herauszufinden müssten wir uns nachts vors Terrarium setzen, nur dort kann man abschätzen wie die Tiere wirklich auf einander reagieren. Kleinere Kämpfe bleiben meist unentdeckt und das schwächere Tier kümmert vor sich hin.

nach oben
Eine Paarung











Gangart, Sprungvermögen


Ein Goldgecko läuft ähnlich wie ein Taggecko. Er schleicht vorsichtig über den Untergrund. Bei einer schnelleren Gangart hebt er seinen Körper etwas vom Untergrund ab, so rennt es sich einfach schneller. Goldgeckos können gut und weit springen, hierzu sollten wir ihnen auch die Möglichkeit geben. Ihre Krallen leisten gute Dienste wenn sie gegen einen rauen Untergrund springen. Sofort finden sie Halt und können nicht abrutschen.

nach oben

Weibchen läuft über eine Schieferplatte






Bluecounter Website Statistics Bluecounter Website Statistics