Bauanleitungen







Schieferplatten-Bauchwärmer:

Man besorgt aus einem Reptilienfachgeschäft eine dünne schwarze Schieferplatte. Wenn möglich nicht dicker wie 1 cm, da das Bauwerk sonst zu schwer wird.

Die Platte braucht eine sichere Lage, sollte möglichst gerade liegen und darf auch nicht zu Nahe am Heizstrahler sein. Bei uns sind ca. 45 cm dazwischen. Es werden auf dem Stein dann ca. 38°C und das reicht völlig aus.

Wir haben die Schieferplatte erst eingebaut, als das ganze Bambusgerüst schon stand. Es ist besser man überdenkt vorher wo sie hin soll! Ein waagrechter Bambusstab hält den ersten Teil der Steinplatte und in der Mitte wird sie zusätzlich mit einem dünnen Bambusstab unterstützt. Der Bambus sollte so lang sein, das er sich im Boden verankert und nicht weiter nach unten absinken kann. Er soll eine richtige Stütze sein - gleichzeitig bietet er zusätzlich Kletterplatz für die Tiere.

Wenn alles passt, die Platte gerade liegt und nichts mehr verrutscht, kann man das ganze mit Aquariumsilikon kleben. Richtig große Kleckse davon halten das Gestell gut zusammen und später kann man es mit wenig Kraftaufwand einfach wieder entfernen.

!!!Aber Vorsicht!!! Niemals mit Silikon kleben wenn Tiere im Terrarium sind. Zur völligen Aushärtung braucht es 12 Stunden und diese Zeit sollten auch die Tiere woanders wohnen dürfen. Silikon riecht nach Essig und brennt in den Augen. Wenn die Geckos drankommen verkleben sie sich die Nasenlöcher oder die empfindlichen Haftlamellen.

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Baumeffekt-Schwebestange:

Dies kam aus einer ganz spontanen Idee. Eine kurze Bambusstange blieb uns beim Bau übrig. Eigentlich hatten wir auch keinen Platz mehr dafür, aber uns kam eine Idee!

Die Stange wird an einem Ende quer mit einem kleinen Bohrer durchlöchert. Durch die Löcher steckt man einen Blumendraht, der oben zusammengebunden wird. Aus dem gebundenen Ende formt man einen kleinen Haken, den man oben ins Lampengitter (wenn man eines hat) hängt, so das die Stange nicht rausfallen kann. Das Drahtende so verbiegen, das sich kein Gecko wehtun kann (oder mit einem Klecks Silikon unschädlich machen).

Jetzt hat man eine freihängende Stange (je nach Länge des Drahtes), die sofort das Wackeln anfängt wenn ein Gecko draufspringt. Zuerst waren unsere etwas erschrocken, weil die bisherigen Stangen alle fest sind. Aber nach ein paar lustigen Versuchen wieder runterzuspringen haben sie es kapiert. Nun sitzen sie regelmäßig drauf, schlafen dort und genießen das "Baum-Feeling"!

Diese Idee findet bereits bei mehreren Haltern reges Interesse und wurde eifrig nachgebaut.

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Epiphyten-Befestigung:

Bei uns wurden alle Pflanzen auf eine Kork- oder Rindenunterlage aufgebunden. Hierzu bricht man sich ein Stück Kork ab und bohrt oben zum Aufhängen ein kleines Loch hinein. Auf den Kork kommt eine dünne Lage lebendes Moos (kein getrocknetes) und auf dieses der Wurzelballen der Pflanze (wenn Erde vorhanden ist, diese erst vorsichtig entfernen und abwaschen). Jetzt noch eine gute Lage Moos auf den Ballen legen, so dass die Pflanze später nicht herausrutschen kann.

Mit einem Kunstbast (keinen echten nehmen, dieser "wächst" bei Nässe und ist so für diesen Zweck unbrauchbar) den Moosballen mit dem Untergrund verbinden. Darauf achten, dass die Pflanze nicht eingeschnürt wird - trotzdem aber so fest, dass die Konstruktion nachher nicht auseinander fällt. Fertig ist die aufgebundene Pflanze. Genau so kann man auch mit Ästen verfahren, auf denen eine Pflanze aufgebunden wird.

Zum Befestigen der Pflanzen im Terrarium (z.B. am Bambus) wurden ein paar Lagen Kunstbast um den Bambus gewickelt (z.B. dort wo eine Nahtstelle ist und der Bast nicht einfach nach unten rutschen kann). Aus Blumendraht fertigt man einen kleinen Haken - dieser wird einerseits in das Loch vom Kork gesteckt und andererseits führt man ihn durch ein paar Bastwicklungen. So hängt die Pflanze ziemlich stabil und kann doch jederzeit entfernt/umgesetzt werden. Die Drahtenden entweder gut verstecken oder mit Aquarium-Silikon "entschärfen".

Alternativ Pflanzen ohne Unterlage einfach auf die Bambusstange binden.

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Aufgebundene Bromelie Aufgehängte Pflanze mit Kunstbast Mit Kunstbast wird das Moos am Kork befestigt








Bambus-Antischimmel:

Gleich von Anfang an machten wir uns Gedanken darüber, wie wir verhindern könnten, dass der Bambus gleich das Schimmeln anfängt sobald er feucht wird. Schließlich steckt er an der Unterseite 6 cm tief im Boden und zieht viel Nässe. Sandra kam dann auf die Idee, die Stangen unten mit Aquarium-Silikon zu überziehen, so dass die Feuchtigkeit erst gar nicht an die Stange kommt. Nur eine dicke Schicht außen drauf und das evtl. Loch in der Mitte zuerst mit Pappe zustopfen und dann auch Silikon drüber. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Als die ersten Stangen nach einem Jahr wegen Parasitenbefall entfernt werden mussten waren sie noch immer völlig intakt. Weder angeschimmelt, noch gefault oder wie auch immer. Seitdem wird bei uns jede neue Stange mit der Methode behandelt um sie haltbarer zu machen.

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Wasserfall mit Wasserteil:

Es gibt nichts schöneres als leises Wasserplätschern im Wohnzimmer und da unser Phelsumenterrarium verschönert werden sollte, entschieden wir uns für einen Wasserfall. Dieser sollte in einer Ecke platziert werden und optisch in die Rückwand aus Xaxim integriert. Ebenso sollte ein Teil der Bodenfläche einem Wasserteil weichen. In unserem Fall auf die gesamte Terrarienbreite, der Wasserfall befindet sich also im Wasserteil. Diese Wasserteil-Konstruktion funktioniert aber nur mit unserer Xaxim-Rückwandbewäßerung - da diese dafür sorgt, dass das Wasser in den Ecken des Terrariums auch erneuert wird, bzw durch die Pumpe läuft. Nur der Wasserfall alleine kann das ganze Wasser nicht austauschen und es würde ein stehendes Gewäßer entstehen in dem sich Bakterien reichlich vermehren können. Wer also plant einen Wasserteil zu bauen sollte sich darüber im Klaren sein, dass das zumindest mehrmals täglich in Bewegung gerät!

Die Abgrenzung des Wasserteils wurde mit vom Glaser zugeschnittenen Glasplatten gestaltet - hier nur Glas verwenden, welches an den Kanten geschliffen ist. Ansonsten wäre die Gefahr für die Terrarieninsassen groß, sich daran zu schneiden. Das ganze dann wie gewünscht gut mit Silikon festkleben, damit es absolut Wasserdicht ist. Ansonsten wird der Bodengrund unerwünscht mitgewäßert. Damit das Wasser einen bestimmten Pegel nicht übersteigt muss ein Loch in die Rückwand gebohrt werden, was bei uns nicht schwer war, da diese aus Kunststoff besteht (Forex, ein Material aus dem Messebau). Die Höhe des Loches sollte in Höhe des gewünschten Pegels liegen, der Durchmesser beträgt 15 mm.

Der Wasserfall besteht aus Styrodurplatten (Styrodur ist weniger Wasserdurchläßig als Styropor und stabiler), die in verschiedenen Stärken mit Aquariensilikon übereinander geklebt wurden, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Ist die Konstruktion getrocknet kann man mit der Gestaltung beginnen. Die äußere Form wird gestaltet in dem man mit einem Messer die gewünschten Konturen formt. Mit einem kleinen Bunsenbrenner kann man Material wegschmelzen, wo der Wasserlauf langführen soll, ebenso kann man hiermit die kleinen Wasserstellen gestalten, die sich im Wasserfall befinden. Bei der Aktion mit dem Brenner bitte unbedingt gut lüften! Eventuell zuviel entferntes Material kann man mit Aquariensilikon wieder verschließen. Unser Wasserfall hat im untersten Wasserbecken einen eigenen Ablauf (Loch 15 mm in das Styrodur und durch die Rückwand gebohrt), damit kann man später steuern, wieviel Wasser über die unterste Ebene laufen soll um in den Wasserteil zu gelangen. Dieser Ablauf sollte möglichst weit unten angebracht werden, damit er später keine Luft ziehen kann. In der obersten Ebene befindet sich ebenfalls ein Loch, durch das der Schlauch später führt, aus dem das Wasser kommt. - die Rückwand hat dort natürlich auch wieder ein Loch.

Damit der Wasserfall wasserresistent wird bekommt er eine Hülle aus Epoxidharz, in unserem Fall mit Pigmenten schwarz eingefärbt. Nun sollte die getrocknete Konstruktion in der Badewanne einen Testlauf absolvieren, damit man sicher ist, dass das Wasser auch die Wege nimmt, die es sollte und nicht irgendwo austritt, wo es nachher zum Problem wird. Unser Wasserfall hat den Testlauf bestanden.

Nun kommt der Wasserfall ins Terrarium und wird von allen Seiten mit Aquariensilikon abgedichtet. Trotz guter Abdichtung läuft bei uns trotzdem Wasser zwischen Wasserfall und Terrarienwand - solange das Terrarium aber richtig dicht ist stellt das kein Problem dar.

Unsere erste Idee war, den Wasserfall mit Torf zu verkleiden, so haben wir auf das Harz eine Schicht Aquariensilikon aufgebracht und darauf den Torf gedrückt. Leider löste sich der Torf beim Testlauf nahezu vollständig vom Silikon und der Wasserfall stand in nacktem Silikongewand da. Also musste umgeplant werden. Eine neue Schicht klares Aquariensilikon wurde aufgebracht und darauf wurden (einzeln, in mühevoller Kleinarbeit) kleine Kieselsteine aufgebracht, die wir im Aquarienzubehör erworben haben (vorher waschen, damit sie staubfrei sind). Die Wege, die für das Wasser reserviert sind wurden ausgespart und bestehen nur aus dem Silikon, was aber nicht weiter auffällt. Die Steine halten gut im Silikon, auch wenn sich von Zeit zu Zeit welche lösen. Auf den Steinen soll sich später Moos ansiedeln können.

Nun ist die Technik an der Reihe und die erforderte einiges an Überlegung bis alles so lief, wie wir uns das vorgestellt hatten. Da das Wasser gefiltert werden sollte haben wir uns für einen Aquarien-Außenfilter entschieden. Eine Fluval 305-Aquarienpumpe mit 15 Watt und einem Durchlauf von 1000 Litern in der Stunde befördert das Wasser vom Wasservorratsbehälter nach oben zum Wasserfall. Ob es so ein Pumpenmonster braucht können wir nicht mit Sicherheit sagen, da wir diese Pumpe aber schon in Besitz hatten, wurde sie verwendet. Das Filtermaterial besteht aus Filterwatte (dort leben inzwischen einige Unterwasserregenwürmer), Aktivkohle und Tonröhrchen.

Der Wasservorratsbehälter faßt 15 l und steht unter dem Terrarium, jedoch etwas erhöht, damit der Wasserspiegel etwas überhalb dem Boden der Pumpe liegt, die am Boden steht. Ein Schlauch führt von der Pumpe in den Wasserbehälter, daraus zieht die Pumpe selbstständig das Wasser. Von der Pumpe führt ein Schlauch unter dem Terrarium, an der Rückwand entlang (dort festgeklebt) bis rauf zum Loch für den Wasserfall-Einlauf. Der Schlauch wird so weit in den Wasserfall geschoben, dass der Schlauchanfang mit dem Wasserfall abschließt. Ganz wichtig sind jetzt die Versiegelungen mit Aquariensilikon, sowohl an der Rückwand, wie auch am Wasserfall. Wichtig ist die Fixierung des Schlauches an der Rückwand, damit kein Zug entsteht, die den Schlauch von seiner Stelle bewegen könnte.

Der Wasserzuführungsschlauch wurde mit einem Eheim-Sperrhahn versehen, dort kann man später die austretende Wassermenge regulieren. Jedoch darf dieser nicht zu weit zugedreht werden, da die Pumpe sonst Schaden nehmen könnte.

Beide Wasserabläufe bekommen nun auch einen Schlauch, der jeweils in den Wasservorratsbehälter führt. Der Ablauf für das Wasserbecken sollte über der Wasseroberfläche des Vorratsbehälters liegen, da er nicht immer die selbe Menge Wasser nach unten führt und sonst Geräusche machen würde, wenn Luft oben angesaugt wird und die unter Wasser dann austritt. Der Ablauf vom Wasserfall bekommt einen Eheim-Sperrhahn und kann unter der Wasseroberfläche untergebracht werden.

Das Wasserbecken wird nun mit Aquarienkies und Wasser befüllt, bis der Ablauf seinen Dienst tut. Nun erfolgt das Anschließen der Aquarienpumpe. Bei Erstbefüllung schreibt der Hersteller vor, dass die Pumpe leer angeschlossen wird und erst in angeschlossenem Zustand mit Wasser vom Aquarium befüllt wird. Da unser Vorratsbehälter aber nicht eine Aquarienmenge Wasser beinhaltet, entschlossen wir uns dazu, die Pumpe schon mit Wasser gefüllt anzuschließen. Läuft die Pumpe dann einwandfrei, regelt man am Sperrhahn an der Rückwandseite den Zulauf. Bei uns wurde alles so eingestellt, dass das Wasser über die erste Ebene läuft und somit den Wasserfall auch von außen mit Wasser benetzt, was das Anwachsen von Moos begünstigt.

Das Wasser läuft nun in die unterste Ebene vom Wasserfall und läuft dort durch den Ablauf ab. Nun schließt man den Absperrhahn am Ablauf so, dass die unterste Ebene etwas überläuft und somit den Wasserteil mit versorgt. Das ist eine feine Einstellungssache, die etwas Geduld erfordert. Auf diese Weise wird der Wasserteil immer mit etwas Frischwasser versorgt, und das Wasser steht dort nicht still. Es reicht aus, auch wenn es nicht viel Bewegung ist.

Nun ist alles Betriebsbereit und man kann damit beginnen den Wasserfall mit Moos zu bepflanzen und den Wasserteil mit Aquarienpflanzen oder Sumpfpflanzen. Es dauert eine ziemlich lange Zeit bis der Wasserfall bewachsen ist und auch die Blaualgen nehmen dort Platz. Gegen diese Algen helfen Erlenzapfen aus dem Aquarienzubehör, die Stoffe ins Wasser abgeben, die die Algen nicht mögen. Dies verhindert sie jedoch nicht ganz, ab und an entfernen wir die Algen einfach und leben ansonsten damit. Obwohl nicht viel Licht auf den Wasserfall trifft (darüber wuchert Farn aus dem Xaxim) überleben die Algen dort. Ein paar Aquarienschnecken haben wir uns mit den Pflanzen eingeschleppt, diese leben im Wasserbecken und in der Pumpe, ihr Bestand hält sich aber in Grenzen. Eventuell bedienen sich auch die Uroplaten zeitweise an ihnen, was erklären könnte warum ihre Zahl nicht steigt.

Nun viel Spaß beim Nachbau und wenn Fragen auftreten sollten, stehen wir immer gerne zur Verfügung. Nachfolgend einige Fotos vom Bau und wie es nach zwei Jahren aussieht.

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Xaxim-Rückwand-Bewäßerung:

Wir entschieden uns für eine Rückwand aus Xaxim, da diese einfach bepflanzt werden kann und da aus dieser auch Farne und Moose wachsen, die als Sporen darin vorhanden sind. Da Xaxim permanent feucht gehalten werden muss, entwickelten wir ein Bewäßerungssystem. In kleinen Terrarien reicht es aus, das Xaxim in Wasser zu stellen und es saugt sich nach oben hin mit Wasser voll (oder es wird regelmäßig beregnet). Bei unserer Terrarienhöhe jedoch funktioniert das nicht und das Wasser muss von oben kommen.

Die Rückwand wird mehrmals am Tag für jeweils 3 Minuten mit Wasser versorgt. Uns wurde von mehreren Leuten erzählt, dass die Rückwand auf diese Weise nicht lange halten wird, da sie schneller zerfällt als wenn sie nur normal beregnet würde. Dies können wir jedoch nicht bestätigen, da die Rückwand bereits seit 2 Jahren keinerlei Anzeichen zeigt sich aufzulösen. Bei uns gibt es einen Wasserteil im Terrarium, weshalb diese Art der Bewäßerung funktioniert - andernfalls müsste man sich Gedanken machen, wie das Wasser aus dem Terrarium geführt wird, wenn es an der Rückwand runter gelaufen ist.

Die Xaximplatten werden mit Aquariensilikon an die Rückwand und einen kleinen Teil der Seitenscheibe geklebt, wichtig ist, dass Xaximteile bis nach ganz unten in den Wasserteil ragen, damit möglichst immer Wasser mit dem Xaxim verbunden ist. So trocknet sie nicht ganz so schnell aus, wenn die Bewäßerung mal ausfallen sollte.

Das Wasser beziehen wir aus dem Vorratsbehälter des Wasserfalls. Für die Rückwandbewäßerung haben wir eine extra Pumpe, die im Wasserbehälter am Boden befestigt ist. Dies ist eine kleine Teichpumpe, die ohne Filtermaterial arbeitet. Sie saugt das Wasser an und transportiert es durch einen Schlauch an den Bestimmungsort.

Damit das Wasser gleichmäßig auf die Rückwand verteilt wird, braucht es ein Plastikrohr, welches mit zahlreichen kleinen Löchern versehen wird (am Ende des Rohrs befindet sich ein Stopfen). Dieses wird über dem Xaxim angebracht und später mit Silikon und Torf verkleidet, damit man es nicht gleich erkennt. Die Rückwand erhält ein Loch für den Wasserzulauf und das erste Stück Xaxim wird ein wenig ausgespart, damit der Schlauch so anliegt, dass das gebohrte Rohr ohne weitere Befestigung auf dem Xaxim zum Liegen kommt. So ist gewährleistet, dass es jederzeit entfernt werden kann. Dies hat sich als positiv herausgestellt, da es in regelmäßigen Abständen innen von Rückständen befreit werden muss, wenn das Wasser nicht mehr duch die Löcher fließt.

Die Teichpumpe bekommt nun einen Schlauch, der unter dem Terrarium an der Rückwand herauf geführt wird und mit dem im Terrarium befindlichen Rohr verbunden wird. Hierbei wieder alles gut abdichten, damit kein Wasser eigene Wege geht. Die Pumpe kann nun in Betrieb genommen werden und der Wasserdurchlauf kann an der Pumpe selbst durch einen Regler verändert werden.

Es dauert eine ganze Weile bis sich das Xaxim mit Wasser vollsaugt und die erste Zeit wird das Wasser einfach außen am Xaxim entlang laufen. Sobald aber alles gut durchgefeuchtet ist, läuft das Wasser auch im Xaxim nach unten. Erst wenn das gesamte Xaxim komplett naß ist, kann man die Pumpe abschalten und per Zeitschaltuhr mehrmals am Tag wieder anschalten. Wie oft das nötig ist, kommt auf die Temperaturen im Terrarium an und wie dicht es bewachsen ist. Hier muss man einfach testen. Bei uns läuft die Pumpe tagsüber 6 mal je 3 Minuten. Nachts nicht, da hier wenig Feuchtigkeit aus der Rückwand entweicht.

Auf diese Weise wird die Rückwand immer mit Feuchtigkeit versorgt und es bilden sich bald erste grüne Beläge und auch Schimmel. Den Schimmel kann man einfach mit einem Drucksprüher wegspritzen und das regelmäßig wiederholen, bis kein Schimmel mehr entsteht. Wenn die Moose wachsen, wird es kaum Schimmel geben. Ab und an entstehen kleine Stellen, die wir aber einfach wegsprühen und damit hat sich die Sache. Moose werden über die ganze Rückwand hinweg wachsen, Farne vorzugsweise oben wo das meiste Licht ist. Den Rest der Wand bepflanzt man mit Ficusranken, Bromelien oder anderen Pflanzen nach Wahl.

Es dauert über ein Jahr, bis die Rückwand einigermaßen gut aussieht. Je mehr es grünt, desto schöner wird der Gesamteindruck. Bei uns wuchern die Farne so extrem, dass wir sie regelmäßig zurückschneiden müssen, damit noch genug Licht ins Terrarium kommt. Moose und Flechten bilden dicke Schichten auf dem Xaxim, im unteren Bereich sorgen Ficusranken für grünen Bewuchs.

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