Krankheiten

Hier werden nur Krankheiten aufgelistet, die entweder in unserem Bestand vorgekommen, oder bei befreundeten Terrarianern aufgetreten sind!


Phelsuma mad. grandis:
- Parasitenbefall mit Kokzidien
- Parasitenbefall mit Oxyuren
- Rachitis bei Babygeckos
- Rachitis bei einem Adulti
- Abszess an der Schwanzwurzel
- Wunde nach Katzenangriff
- Schwellung auf dem Rücken
- Braunfärbung einzelner Hautbereiche
- Oberflächliche Hautverletzungen
- Verlust beider Heimipenise
- Darmvorfall
- Verletzung am Unterkiefer mit fehlender Schuppe
- Abgeworfener Schwanz
- große Kalksäckchen bei einem Jungtier


Eublepharis macularius:
- Maulöffnungs-Reflex
- Darmverschluß
- Parasitenbefall mit Oxyuren
- Unterernährung, Augeninfektion, Kryptosporidien
- Sektion eines toten Leopardgeckos
- Legenot mit Operation
- Legenot ohne Operation
- Pilzbefall der Haut
- OP mit sich öffnender Naht


Uroplatus henkeli:
- Parasitenbefall mit Kokzidien u. Oxyuren
- Nahrungsverweigerung
- Altersschwäche, Verfettung der Organe
- Unfalltod im Terrarium


Pogona vitticeps:
- Verstauchung eines Vorderbeines
- Tumorgeschehen Eierstöcke, Tod von Klara
- Herzinsuffizienz mit Wasseransammlung in der Lunge
- Vertrocknete Füße bei einem Jungtier


Crotaphytus collaris:
- Hautverfärbung, schlechter Allgemeinzustand
- Entzündung mit Todesfolge nach Winterruhe


Sceloporus magister:
- Milbenbefall von Wildfängen


Diverses:
- Legenot bei einem Tokey
- Tumore bei Jemenchamäleon






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Parasitenbefall mit Kokzidien:

Sandras früheres Pärchen Nelson und Naomi hatte Kokzidien - dies kam bei einer Routine-Kotuntersuchung ans Tageslicht. Die Tiere hatten äußerlich keinerlei Beschwerden und waren fit.

Trotzdem entschlossen wir uns, diese Parasiten zu behandeln. Kokzidien brauchen keinen Zwischenwirt um sich zu vermehren und können daher im Terrarium prächtig gedeihen. Wenn die Geckos mit Kot verunreinigtes Wasser aufnehmen, schlucken sie jedes Mal wieder neue Parasiteneier. Kokzdienoocysten (Dauerstadien) sind in der Lage, gut 3 Jahre ohne Wirt zu überleben bis sie wieder von einem Gecko aufgenommen werden. Deshalb sollten Pflanzen nicht vom infizierten Terrarium ins Zimmer gestellt werden, da man schnell vergisst, dass sie mal mit Kokzdien verseucht waren. Stellt man die Pflanzen nach ein paar Monaten wieder in ein Terrarium, kann es sein das die Bewohner so wieder angesteckt werden.

Der Befund bedeutete erst mal viel Arbeit: Das gesamte Terrarium auszuräumen und die Einrichtung zu entsorgen. Steine und Kork konnten bei 180 Grad eineinhalb Stunden lang im Backofen keimfrei gemacht werden (Achtung: gebackener Kork riecht unangenehm). Der gesamte Bodengrund und die Rückwandverkleidung wurden entfernt. Schließlich wuschen wir das Terrarium insgesamt sieben Mal mit einer Bürste und Lappen aus, um auch keinem Kokzdien-Nachkommen das Überleben zu ermöglichen. Desinfiziert wurde nichts, da dies die Oocysten wahrscheinlich durch ihre dicke Schale hindurch überleben würden.

Nach dem Befund wurden die Tiere einzeln in streng sauberer Quarantäne gehalten, und jeder Kot sofort entfernt (um eine Reinfektion zu vermeiden). Die Behälter wurden jeden zweiten Tag ausgewaschen. Von einem Reptil-Tierarzt bekamen wir Sulfamethazin zur Behandlung der Kokzdien. Die Tiere wogen 40 g und darauf wurde die Dosierung festgelegt. Das Medikament wurde verdünnt gegeben, und zwar pro Tag und Tier 0,1 ml. Der Zeitraum betrug 4 Tage Behandlung, 2 Tage Pause und noch mal 4 Tage Behandlung.

Etwa in der Hälfte der Behandlung stellten beide Tiere das Fressen ein. Kurz vor Ende der Behandlung starb Nelson, das Männchen. Dem Weibchen ging es gut, es fing etwa eine Woche nach Beendigung der Behandlung wieder zu fressen an. Eine Kotprobe zwei Wochen später war negativ. Daraufhin musste sie noch drei Wochen in Quarantäne bleiben, und die letzte Kotprobe war auch negativ. Sie hat es überstanden und lebt jetzt glücklich ohne Parasiten - Nelson lebt in unseren Gedanken weiter.

Inzwischen sind wir wegen der Nebenwirkungen (zb. bei zu geringer Wasseraufnahme des behandelten Tieres sind Leberschäden die Folge - hier wurde ich nicht vom damaligen TA gewarnt) vom Sulfamethazin abgekommen und suchten uns einen anderen Tierarzt. Dieser behandelte bis jetzt 11 infizierte Tiere unseres Bestands erfolgreich mit Baycox. Das Medikament wurde jeweils auf das Gewicht der Tiere dosiert und die Behandlung erfolgte zweimal im Abstand von 6 Tagen. Bei unseren Tieren traten keinerlei Nebenwirkungen auf. Jedoch erfuhren wir von Kollegen, dass bei manchen Tieren Erbrechen, Fressunlust und apathisches Verhalten die Folge waren.

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Parasitenbefall mit Oxyuren:

Eine Kotprobe bei einem weiteren Neuzugang zeigte einen Befall mit Oxyuren/Madenwürmer. Unser TA verdünnte Panacur passend zum Gewicht und wir behandelten das Tier: 1 Tag Behandlung, ein Tag Pause, 1 Tag Behandlung, eine Woche Pause, 1 Tag Behandlung - auf anraten des TA. Drei Sammelkotproben wiesen nach, dass Panacur Wirkung zeigte - was bei Oxyuren nicht immer der Fall ist - das Tier war gesund.

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Rachitis bei zwei Pflege-Babygeckos:

Diese zwei kleinen Geckos nahmen wir auf, da es ihnen sichtlich sehr schlecht ging. Man konnte schnell erkennen, dass die Tiere rachistisch waren. Einer der beiden war schon sehr schwach, tiefdunkel gefärbt, fraß und trank nicht mehr, saß nur noch apathisch im Terrarium. Dieser starb auch gleich einen Tag nach Ankunft bei uns. Sein Gefährte saß noch lange unter Intensivpflege bei uns, jedoch waren wir nicht sicher ob er es schaffen würde. Er fraß unter Schwierigkeiten noch alleine, lag jedoch auch sehr oft teilnahmslos rum und färbte sich dunkel. Die Verformungen sind bei ihm am Schwanz sehr deutlich zu erkennen gewesen. Seine Behandlung bestand aus täglicher UV-Bestrahlung (die er vorher nicht hatte) und mit Calcium und Vitaminen bestäubten Futtertieren der winzigsten Heimchengröße (bei größerem Futter konnte er schlecht schlucken). Etwas später dann nur noch eingeflößte Nahrung aus zermanschten Futtertieren und Wasser mit Vitaminen und Calcium. Leider starb auch er kurze Zeit später (der Besitzer war nicht bereit einen TA zu bezahlen). Nachdem der schwächere gestorben war, haben wir Fotos gemacht, um aufzuzeigen wie ein Gecko aussieht, wenn seine Knochen an Substanz verlieren. Der Schwanz ist unregelmäßig gewellt, an einer Stelle sogar abgeknickt. Der Brustkorb war sehr flach und breit. Vor seinem Tod war er durchgehend dunkel gefärbt, jedoch verfärben sich die Tiere kurz nach dem Tod an den Extremitäten noch einmal knallgrün. Diese bunte Färbung verschwindet dann wieder nach einer Weile. Deswegen sieht die Färbung auf den Bildern etwas seltsam aus.

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Rachitis bei einem adulten Weibchen:

Eine Gecko-Kollegin übernahm ein sichtlich vernachlässigtes Ph.mad.grandis-Weibchen zu sich auf um es gesund zu pflegen. Das Tier hatte ständig das Maul offen und fraß nicht mehr von alleine. Der Vorbesitzerin ist das wohl nicht aufgefallen, zumindest kam es ihr nicht seltsam vor... Dem Männchen ging es schließlich prächtig!

Offensichtlich litt das Tier an einer schweren Rachitis, wie man leicht an der Deformierung des Kiefers erkennen kann. So einen schweren Fall zu behandeln bedarf Erfahrung und Zeit. Um den Unterkiefer in seine ursprüngliche Lage zu bringen bedarf es einer Schiene, die den Kiefer dauerhaft so positioniert, dass er später zumindest wieder halbwegs richtig schließen kann.

Das Tier kann in der Zeit keine feste Nahrung zu sich nehmen und müsste durch eine Schlundsonde ernährt werden.

Um dem Tier diese Strapazen zu ersparen wurde entschlossen, es einzuschläfern.

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Abszess an der Schwanzwurzel:

An einer unserer subadulten Nachzuchten (Weibchen, ca. 1 Jahr alt) entdeckten wir eines Tages eine Verdickung im Bereich der Schwanzwurzel. Diese wurde zusehends größer, ohne aber das Tier zu beeinträchtigen.

Wir brachten das Tier zum Tierarzt und dort bekam das Tier 5 Tage lang eine Antibiotika-Spritze gegen eine eventuelle Entzündung. Als sich daraufhin nichts veränderte entschloss sich der TA die Verdickung aufzuschneiden da er einen Abszess vermutete.

Der Inhalt des Abszesses wurde untersucht und es fanden sich keine richtig gefährlichen Bakterien. Möglicherweise hat sich das Tier im Terrarium verletzt und so gelangten Bakterien in die Wunde und es bildete sich ein Abszess. Nach der OP eventuell verbliebende Bakterien wurden mit Antibiotika behandelt. Die Wunde heilte rasch ab und dem Tier geht es heute prächtig.

Selbst kurz nach der OP fraß das Tier wieder und zeigte sich im schönsten Grün - obwohl Phelsumen normal viel stressanfälliger sind.

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Wunde nach Katzenangriff

Katzen haben nichts in der Nähe von frei herumlaufenden Geckos zu suchen. In diesem Fall ist es durch Unachtsamkeit passiert, irgendwie kam die Katze doch ins Zimmer. Einem flinken Jäger entgeht kein Beutetier und wehe, der Gecko kommt in Reichweite. Katzen können mit ihren Krallen tiefe Wunden reißen, grade bei kleineren Tieren, die recht empfindlich sind. Der Taggecko hatte „Glück“ und kam mit einer großflächigen Wunde davon. Die Haut war von Mitte Rücken, über die Hinterbeine hinaus und über etwa die Hälfte von der Flanke abgelöst – der Bauch war auch teilweise betroffen.

Schnellstmöglichst fuhren die Besitzer zu einem Tierarzt um das Tier vorzustellen. Die Behandlung erfolgte und der Patient durfte wieder nach Hause. Das Tier stellte schnell das Fressen ein, trank nicht mehr selbstständig und starb letztendlich bald nach dem Unfall.

Bei Phelsumen heilen Wunden in der Regel sehr gut ab, wenn sie flächenmäßig im Rahmen bleiben. Bei diesem Ausmaß half nicht einmal eine tierärztliche Behandlung...

Liebe Katzenbesitzer:Der Stubentiger gehört nicht in die Nähe eines freilaufenden Reptils. Sichern Sie den Zugang zum Zimmer sehr gut, halten Sie immer die Augen offen. Um jedes Risiko zu vermeiden, schaffen Sie die Katze ab oder lassen Sie den Gecko (oder ähnliches) im Terrarium.

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Schwellung auf dem Rücken:

Amanda verhielt sich wie immer, jedoch fiel uns auf, dass sie am Rücken eine kleine Erhebung hatte, die dort nicht hingehörte. Wir dachten, dass sie dort eventuell gebissen wurde (jedoch keinerlei Hautveränderungen an der Oberfläche zu sehen) und beobachteten die Erscheinung weiter. Langsam aber sicher vergrößerte sich die Schwellung zu Stecknadelkopfgröße und wir machten uns Gedanken, was dies sein könnte. Amanda verhielt sich völlig normal, zeigte keinerlei Verhaltensänderung. Als die Erscheinung schließlich die Größe einer halben Erbse erreicht hat, machten wir einen Termin beim Tierarzt um nicht einem Abszess beim Wachsen zuzusehen.

Der Termin stand in 4 Tagen an, früher ging es einfach zeitlich nicht. Wundersamerweise ging die Schwellung zurück und war beim Tierarzt schließlich kaum noch wahrzunehmen. Der Tierarzt hatte Mühe überhaupt zu erkennen wo die Schwellung war und versuchte die Stelle zu punktieren - was zu keinerlei Erfolg führte. Da er nicht viel erkennen konnte und die Punktion erfolglos blieb, riet er abzuwarten und wieder zu kommen, wenn die Schwellung wieder größer wird, damit eine Punktion vorgenommen werden kann.

Also gingen wir ohne Ergebnis nach Hause und die Schwellung ging vollständig zurück und tauchte auch nicht wieder erneut auf. Der Tierarzt äußerte die Vermutung, dass eventuell doch ein Biss vorlag und eventuell eine Art Bluterguss entstanden ist. Anders ist das ganze nicht zu erklären und wird wohl ein Mysterium bleiben...

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Braunfärbung einzelner Hautbereiche:

Es kommt immer mal wieder vor, dass Phelsumen von jetzt auf nachher Teile der Haut verfärben, meist in Richtung dunkelbraun. Dies sieht auf den ersten Blick nach einer gefährlichen Sache aus, verschwindet aber meist innerhalb weniger Minuten wieder und das Tier ist ganz normal gefärbt.

Solche Erscheinungen sind bis jetzt bei allen unseren Phelsumen mal aufgetreten und immer wieder zeitnah verschwunden. Einen Grund dafür konnten wir nicht erkennen. Die Tiere waren weder zu nahe an den Lampen, noch dass sie sich irgendwo verletzt haben. Es bleibt wohl ein Geheimnis der Tiere :)

In diesem Fall hat Sandra doch wieder einen Schreck bekommen als sie Häuptling verfärbt im Terrarium sitzen sah, man denkt da gleich an Pilzbefall oder Verbrennung. Als sie aber wenig später wieder nach ihm sah, war er völlig normal gefärbt und benahm sich wie immer.

Sollten solche Verfärbungen aber anhalten und nicht wieder verschwinden, ist natürlich ein Gang zum Tierarzt anzuraten.

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Oberflächliche Hautverletzungen:

Gerade bei den streitsüchtigen Ph. mad. grandis kommt es gerne mal zu kleineren Wunden durch Beißereien. Meistens sehen die Wunden schlimmer aus als sie sind und müssen nicht behandelt werden. Wir haben bis jetzt keinerlei Bisswunden irgendwie behandelt, sie verheilten ganz von alleine.

Wenn nur die oberste Schuppenschicht fehlt, erkennt man die rosa Haut an dieser Stelle. Diese Art Verletzung stellt keinerlei Problem dar und bedarf nicht mal großer Beachtung.

Geht der Biss etwas tiefer bis ins Fleisch sieht das ganze schon etwas anders aus. Die Wunde sollte relativ schnell aufhören zu bluten - wenn dies nicht der Fall ist muss ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. Trocknet die Wunde aber ab und näßt auch in den folgenden Tagen nicht, wird sie von alleine heilen. Auf jegliche Veränderungen dieser Stellen ist zu achten und wenn etwas ungewöhlich ist, sofort zum Tierarzt. Nicht einfach irgendeine Salbe verwenden ohne Rücksprache mit dem Tierarzt. Bis tiefere Wunden heilen dauert es eine ganze Zeit, aber letztlich bleibt davon nicht viel mehr übrig als ein Hautbereich mit feinerer Beschuppung.

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Verlust beider Hemipenise:

Für manches Verhalten findet man keine Erklärung. So kam es, dass ein Männchen nach der Paarung den benutzten Hemipenis abgebissen hat, dies wurde beobachtet. Die Wunde blutete nicht großartig und das verbliebene Stück zog sich in die Hemipenistasche zurück. Das Tier wurde dem Tierarzt vorgestellt, dieser konnte jedoch auch nicht mehr viel an der Sache ändern.

Bei einer nachfolgenden Paarung benutzte das Tier seinen verbliebenen Hemipenis und biss auch diesen danach ab. Warum dies geschah kann niemand sagen, da es dafür keinen ersichtlichen Grund gab. Auch diesmal traten keine Probleme auf und das Tier lebt nun ohne Hemipenise. Wie die weitere Entwicklung bei Paarungsversuchen aussieht, entzieht sich leider unserer Kenntnis.

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Darmvorfall:

Ein Darmvorfall kann mehrere Ursachen haben. Er kann durch Verstopfung und dem daraus resultierendem Kraftakt beim Pressen vortreten. Parasiten können auch eine Ursache sein und bestimmt gibt es noch eine Menge Gründe, warum dies passiert.

In diesem Fall beobachtete die Besitzerin bei ihrem Weibchen ein "Objekt" an der Kloake und bat Sandra, einen Blick darauf zu werfen. Sandra riet ihr, sofort den Tierarzt aufzusuchen und das vorgetretene Stück stets feucht und sauber zu halten bis es versorgt wurde. Der Tierarzt reponierte das vorgetretene Darmstück und untersuchte den Kot auf Parasiten - ohne Befund.

Wenig später trat das Problem abermals auf und das Tier wurde wieder dem Tierarzt vorgestellt. Dieser reponierte den Darm abermals und nähte die Kloake zu, damit dieser nicht erneut vortreten kann (der Tierarzt wird sich damit auskennen, wie das vonstatten geht entzieht sich unserer Kenntnis). Nach wenigen Tagen entfernte man die Fäden und der Darm trat wieder hervor.

Die Besitzerin war verzweifelt, weil kein Grund für den wiederholten Darmvorfall erkennbar war. Leider konnten wir den Fall nicht weiter verfolgen, so dass wir nicht sagen können was mit dem Tier weiter passierte.

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Verletzung am Unterkiefer mit fehlender Schuppe :

Amanda verlor bei einem Futterstreit mit ihrem Ehemann eine der Schuppen am Unterkiefer. Zuerst sah das für uns besorgniserregend aus, da die Wunde relativ groß und auch tiefer war. In Maulnähe ist das wegen der Bakterien etwas kritisch. Wir beschlossen, das ganze erstmal zu beobachten.

Die Wunde trocknete und verkrustete und zeigte keinerlei Anzeichen einer Entzündungsaktivität. Bei erneuten Streitereien oder wilden Verfolgungsjagden kam es vor, dass sich die Kruste löste und die Wunde wieder etwas offen war - sich aber jedesmal recht schnell wieder verkrustete.

In dieser Zeit wurde genau darauf geachtet, ob sich etwas gravierendes verändert. Ob eine Schwellung im Kieferbereich auftritt, ob eine Verfärbung im Maul an dieser Stelle zu sehen ist, farblich veränderte Ablagerungen zu erkennen sind oder die Wunde näßt oder blutet. Es passiere nichts dergleichen und ganz allmählich begann die Wunde zu heilen. Von innen heraus konnte man erkennen, dass die Stelle flacher wurde.

Es dauerte mehrere Monate bis von der Verletzung nur noch eine kleine Delle zu sehen war. Die Beschuppung bildet sich allmählich nach, wie auf den Fotos zu sehen. Die Stelle wird man immer erkennen können - aber sie ist problemlos abgeheilt. Schmerzen scheint sie keine bereitet zu haben, da Amanda ihr Futter wie immer aufnahm und dieses auch auf den Bambus schlug wie immer, was sie sicher nicht gemacht hätte, wenn das Schmerzen verursacht hätte.

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Abgeworfener Schwanz :

Wenn ein Gecko seinen Schwanz abwirft, passiert das an dafür vorgesehenen Sollbruchstellen. Die entstehende Wunde blutet nur kurz und heilt rasch ab, damit ein Regenerat nachwachsen kann.

Das abgeworfene Schwanzstück zuckt und bewegt sich noch eine ganze Zeit lang um eventuelle Feinde vom flüchtenden Tier abzulenken. Auf den Bildern sieht man einen zur Hälfte abgeworfenen Schwanz (war zum Zeitpunkt der Aufnahmen eingefroren). Vielen Dank an Sascha Marke für diese Bilder!

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große Kalksäckchen bei einem Jungtier :

Dem Besitzer fielen bei seinen 2monatigen Jungtieren große Schwellungen der Kalksäckchen auf und er bat uns um Hilfe.

Der Bodengrund bestand aus Taubengrit. Höchstwahrscheinlich nahmen die Tiere viel von dem Grit auf. Auf unser Anraten hin wurde der Bodengrund gewechselt und eine Zeitlang auf Kalkzufuhr verzichtet. Schon nach etwa einem Monat waren die Kalksäckchen bis auf ganz schwache Ausprägung zurück gegangen und daraufhin wurde wieder mit der Kalkzufuhr in vernünftigem Maße begonnen.

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Maulöffnungsreflex:

Bei Leopardgeckos ist es leicht Medikamente zu verabreichen oder sie Zwangs zu füttern. Man hält den Gecko vorsichtig in der Hand, so dass er nicht weglaufen kann. Den Kopf leicht fixieren und dann mit Daumen und Zeigefinger ans Maul fassen, leicht drücken und etwas nach unten ziehen. Und schon öffnet der Gecko das Maul ganz weit. Das klappt in der Regel jedes Mal. Irgendwann wird er sauer und versucht zu schnappen, aber gegen den Reflex kann er nichts machen. So kann man ihm dann bequem eine Lösung verabreichen oder eine Grille ins Maul legen.

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Darmverschluss:

Man sollte seine Tiere gut beobachten und feststellen ob sie regelmäßig Kot absetzen. Sandras drei Leopardgecko-Damen kamen sehr jung zu uns (geboren Sept. 02) und wogen etwa um die 10 g. Bevor die kleinen ins große Terrarium durften, zogen sie in ein Quarantäneterrarium. Bei einer Kotuntersuchung wurde ein Befall von Oxyuren/Madenwürmern festgestellt.

Wohl aufgrund dieses Befalls bekam eines der Tiere einen Blähbauch. Da es der Kleinen wohl im Bauch etwas weh tat, fing sie an Unmengen Sand zu schlucken. Leider bekamen wird davon nichts mit, da sie es nachts tat. Innerhalb von drei Tagen stellte sie das Fressen ein und war etwas apathisch. Wir nahmen sie heraus und untersuchten den ohnehin schon geblähten Bauch und mussten feststellen das er massiv schwarz verfärbt und hart war. Die kleine Dame hatte es geschafft, mit dieser Sandmenge die gesamten Därme zu durchfluten und einen steinharten Stau auszulösen.

Grade einen Tag zuvor haben wir von einer sehr guten Tierarztpraxis gehört und machten uns mitsamt Gecko und Wärmflasche auf den Weg. Die brauchten dort nur einen Blick um festzustellen das da kaum noch was zu machen war und die Kleine daran wohl sehr bald sterben würde. Gerade bei so kleinen Geckos ist es ein großes Problem den Darmverschluss bei dieser Menge zu lösen. Die Dame wurde sofort stationär aufgenommen und drei Tage lang mit einer Sonde durch Maul und After mit Olivenöl behandelt. In der Hoffnung, dass das Öl den Sand etwas aufweicht. Daraufhin kamen auch kleine Mengen heraus, aber die Kleine wurde zusehends schwächer da sie keine Nahrung aufnahm. Zwangsfütterung brachte in dem Fall leider auch nichts, da sie ja von oben bis unten mit Sand voll war...

Dann kam der Tag an dem sie wieder nach Hause durfte und wir gaben nicht auf. Sie wurde jeden Tag in Kamillentee gebadet und der Bauch massiert. Zweimal pro Tag bekam sie 0,1 ml Olivenöl ins Maul. Diese Prozedur war purer Stress, nur wir hatten keine andere Wahl. Nach einer ganzen Weile kam ein Bröckchen nach dem nächsten vom Sand raus. Jedes Mal schwoll die Kloakenregion ziemlich an, da der Sand scheuerte.

Schließlich sind es zwei Wochen ohne Nahrungsaufnahme geworden und immer wieder kamen kleine Mengen Sand heraus. Wir entschlossen uns ein paar Microgrillen Zwangszufüttern, da jetzt ein wenig Platz geschaffen war. Sie behielt sie auch im Maul und schluckte sie.

Etwa drei Wochen später kam der hoffentlich letzte Rest Sand aus dem Darm. Die Schwarze Färbung des Bauches verschwand allmählich. Die Kleine Dame wurde etwas kräftiger durch regelmäßige Fütterungen mit Microgrillen. Selbstständig nahm sie nur ein oder zwei Grillen auf, den Rest haben wir ihr ins Maul gelegt. Der Bauch war noch geschwollen, aber die Därme brauchen Zeit zum Verheilen.

Dies ist der lebende Beweis, dass man kein Tier früh aufgeben sollte. Das kämpfen lohnt sich, auch bei so winzigen Geschöpfen!

Wir bekamen eine Mail von Carolin Rodewald - sie hatte Probleme mit einem Leopardgecko ihres Sohnes Alexander. Das junge Tier litt ebenfalls an einem Darmverschluß und mit Hilfe des TA und unserer Ratschläge ging es dem Tier von Tag zu Tag besser. In dieser Tabelle (Word-Document) wurden alle Behandlungsschritte aufgezählt, welche zum Erfolg führten. Der kleinen Leodame geht es heute prächtig.

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Parasitenbefall mit Oxyuren:

Wider erwarten hatten Sandras drei Leopardgeckodamen einen Wurmbefall. Da wir inzwischen aber jeden Neuzugang auf Parasiten untersuchen lassen haben wir es früh entdeckt.


Der TA empfahl uns Panacur - obwohl es eigentlich dafür bekannt ist, bei Oxyuren nicht genug zu wirken. Da unsere Geckos aber noch sehr jung waren wollten wir kein Risiko durch Nebenwirkungen eingehen und haben es damit probiert.

Unsere Tierärztin mischte die richtige Verdünnung des Medikamentes in Abhängigkeit des Gewichtes der Tiere. Der Behandlungszeitraum wurde mit 2 Tagen Behandlung - 1 Woche Pause - und nochmals 2 Tagen Behandlung angegeben.

Also fütterten wir unsere drei Damen mit dem Medikament und die Behandlung verlief ohne Probleme. Aber selbst nach zwei Behandlungseinheiten waren die Oxyuren noch vorhanden.

Daraufhin versuchten wir es mit Molevac. Eigentlich sollte es hier Nebenwirkungen wie Erbrechen usw kommen, bei unseren Tieren geschah zum Glück nichts dergleichen. Nach zwei Behandlungseinheiten waren zwei Leopardgeckos frei von Parasiten, und das auch nach 3 Sammelkotproben.

Eine Dame hatte ihre Würmer noch nicht los. Da kein Medikament wirkte war die Frage, ob man es weiter versuchen sollte, oder den Gecko mit Würmern zu belassen. Da wir aber so viel Zeit investiert hatten, wollten wir nichts unversucht lassen, das Tier doch noch frei zu bekommen. Wir bekamen den Tip, es mal mit Citarin (Levamisol) zu versuchen. Unser TA meinte es wäre nicht für Geckos zugelassen, evtl. könnte es Leberschäden geben. Per Mail hatten wir mit jemanden Kontakt, der dieses Medikament ohne Probleme angewandt hat, und entschlossen uns dies zu probieren - als allerletzte Aktion.

Eine zweimalige Gabe im Abstand von 7 Tagen verlief ohne Probleme. Kotproben zeigten, dass die Oxyuren verschwunden waren. Es war ein Kampf, aber letztendlich die richtige Entscheidung.

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Unterernährung, Augeninfektion, Kryptosporidien:

Von einem befreundeten Terrarianer übernahmen wir 0,2 Leopardgeckos.

Der Halter kaufte sie auf einer Börse von einem Verkäufer, der offensichtlich eine Massenzucht betrieb, er hatte unzählige Geckos in verschiedenen Zuchtfarben im Angebot.

Das eine Tier, wir nannten sie Gelbling, war eine dieser verkorksten Farbzuchten. Gelbling war extrem abgemagert und wie sich herausstellte war ein Auge blind, da die Linse nicht mehr an ihrem Platz saß. Dadurch konnte sie nicht jagen, sie zielte immer daneben. Gelbling schaffte es grade so ein Futtertier von der Pinzette zu nehmen.

Wir setzten beide in das übliche Quarantäneterrarium mit Küchenpapier ausgelegt und schickten eine Kotprobe ein. Die beiden hatten Kokzidien und Oxyuren, welche wohl mit ein Grund waren warum die Tiere abmagerten obwohl sie fraßen. Die Tiere wurden mit Baycox und Panacur (nacheinander, nicht gleichzeitig) erfolgreich behandelt..

Nala erholte sich und nahm zu. Bei Gelbling sah die Sache anders aus. Alles was an ihrem Maul kleben blieb (Wasser, Sand...) wurde am Boden abgeschmiert aber niemals durch Lecken gesäubert. Ihr Durchfall blieb und so versorgten wir sie weiter mit Wasser und gaben ihr halb-zwangsweise kleine Grillen. Sie fraß nicht selber und so legten wir ihr die Grillen ins Maul und sie schluckte bereitwillig. So ging das eine Weile bis sie anfing selber zu fressen und zu trinken und der Kot wurde langsam aber sicher auch fester. An ihrem Schwanz konnte man erkennen, dass er etwas an Substanz gewann, soweit man das an dem knochigen Wesen erkennen konnte.

Sie schien auf dem Wege der Genesung bis uns eines Tages auffiel, dass sie sich auffallend oft die Augen an Gegenständen rieb, die Augen sehr oft säuberte und sie auch kaum noch öffnete. Wir selber konnten nichts erkennen, weil sie die Augen immer geschlossen hatte. Sie fraß auch nicht mehr, weil sie das Futter nicht sehen konnte und das ist bei ihrem Zustand nicht so gut, jedes bisschen Futter hätte sie gebrauchen können. Also stand die Fahrt zum Tierarzt an. Als er die Lider vorsichtig öffnete sahen wir auch das volle Ausmaß der Zerstörung, die Augen waren geschwollen und sahen aus wie Geleemaße. Der Tierarzt erklärte uns dass das eine bakterielle Augenentzündung ist und das nichts besonderes ist für ein Tier in diesem Zustand. Die Körperabwehr kämpft nicht so wie sonst und da passiert so etwas ganz schnell. Wir bekamen Augentropfen mit (Floxal) die wir zweimal täglich eingeben sollten. Gelbling fraß in der gesamten Zeit nichts, wir hielten sie grade so am Leben mit ein paar zwangsgefütterten Grillen. Die Augen besserten sich langsam und ein Kontrollbesuch beim Tierarzt stand an. Er war sichtlich überrascht das Tier noch mal zu sehen, er ist wohl davon ausgegangen das es die Woche nicht überstehen wird. Dann teilte er uns mit, dass das schon kaputte Auge komplett in sich zusammen gefallen ist, die Bakterien haben ganze Arbeit geleistet. Dieses Auge wird Gelbling nie wieder benutzen können, es war eingefallen und immer geschlossen. Das gesündere Auge war fast komplett gesund, die Tropfen sollten wir aber weiter geben.

Zwei Tage verhielt sich Gelbling besser, sie öffnete das eine Auge regelmäßiger und schaute in die Welt hinaus, wieder waren wir guter Dinge. Doch am Folgetag lag sie schon seit morgens apathisch herum, beim Hochnehmen wurde sie jedoch wieder munterer. Eine weitere Zwangsfütterung scheiterte, da Gelbling die Grillen nicht mehr schluckte, was sie sonst tat. Als wir sie zurücksetzten rührte sie sich bis abends nicht mehr vom Fleck und wir machten uns keine Hoffnungen.

Abends dann stand eine erneute Augenbehandlung bevor und Sandra wollte ihn vorsichtig aus dem Terrarium holen. Daraufhin wurde sie ziemlich kräftig in den Finger gebissen. Wir waren gründlich überrascht, weil das Tier so reagiert hat. Gelbling stand auf und lief in die andere Ecke des Terrariums und wir erkannten dass sein Laufen mehr ein stolpern war, seine Beinchen streckten sich ungewöhnlich vom Körper. Dann blieb sie liegen, krampfte sich noch einmal kurz zusammen und rührte sich nicht mehr. Sandra nahm die Dame heraus und der kleine Körper fiel in sich zusammen. Gelbling war gestorben.

Dieser kleine Körper wog um die 12 Gramm zum Schluss und das bei einem Tier was ca. ein Jahr alt war. Im Nachhinein denkt man sich ob es die Qual Wert war, dieses von Anfang an am Tode kratzende Tier zu behandeln. Ohne die Augenentzündung hätte Gelbling es sicher geschafft, aber ein Körper ohne Reserven steht nicht mehr viel durch. Es zeigt auch, wie massiv geschädigt die Tiere von Anfang an waren, denn Leopardgeckos sind zäh. Nur wenn sie reihenweise in kurzer Zeit wegsterben ohne das man etwas machen kann, ist wirklich die Frage ob sich manche Züchter nicht fragen sollten ob sie dieses Spiel weiter treiben wollen. Grade in Massenzuchten (andere nennen sie Qualzuchten) von zig Farbformen ist das einzelne Tier doch kaum was Wert. Warum wurde Gelbling überhaupt verkauft wenn etwas mit den Augen nicht stimmte. Der Käufer hat gar nicht drauf geschaut, wir erkannten auf den ersten Blick dass etwas nicht stimmte.

Nachtrag: Etwas später wurde ein Kryptosporidien-Befall festgestellt. Weitere Informationen hier.

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Sektion eines toten Leopardgeckos:

Das erste Opfer der Kryptosporidien wurde "Little Sue", die kleinste Dame unserer Leopardgeckogruppe. Aufgrund ihres sehr kurzen Schwanzregenerates waren ihre Reserven schnell erschöpft. Sie baute immer mehr ab, bis sie schließlich kaum mehr am Leben teilnahm und selbst nachts an ein und der selben Stelle lag wie am Tage.

Dazu fiel uns auf, dass sich ihr Bauch dunkel färbte, wie wir es von Verstopfungen kannten - jedoch war ihr Bauch komplett weich und nicht verhärtet.

Eines Morgens stellten wir fest, dass Little Sue gestorben war - eine richtige Überraschung war es nicht, wir waren darauf vorbereitet. Da wir noch nicht wussten, was wir machen würden, wurde der Körper eingefroren. Wir überlegten uns, selbst einmal nachzusehen, woran die dunkle Färbung des Bauches wohl gelegen hatte und entschieden uns, selbst eine Sektion durchzuführen. Mehr aus der Neugier heraus, nicht zur Feststellung der Todesursache! Dazu sind wir nicht in der Lage, wir sind keine Tierärzte.

Bei der Sektion gingen wir äußerst vorsichtig vor, verwendete Werkzeuge wurden danach gleich ausgebacken, Handschuhe waren Pflicht. Zuerst wurde der Bauch mit einer Rasierklinge geöffnet, dies geschah sehr vorsichtig um keine Organe zu verletzen (Bild 1).
Sofort fiel ein Organ auf, welches wir so bei anderen Sektionen noch nie gesehen hatten, es war sehr groß und füllte den Bauchraum gut aus (Bild 2).
Deutlicher sieht man das Organ wenn man den Körper auf die Seite drehte (Bild 3).
Nach Entfernung des Organs fiel der Blick auf die restlichen Organe (Bild 4).
Nach Rücksprache mit einigen Kollegen, Betrachtung anderer Sektionsfotos und Einschätzung unseres Tierarztes, könnte es sich bei dem großen Organ um die Harnblase handeln, die prall gefüllt ist (Bild 5 und Bild 6).
Das Organ wurde angestochen und es floss reichlich rotbraune Flüßigkeit heraus bis die leere Hülle übrig blieb. Da wir anfangs nicht wussten, dass dies die Harnblase sein könnte, wurde nicht nach eventuellen Ursachen der Vergrößerung (Blasenstein oder ähnliches) gesucht (Bild 7).
Wieder dem Körper zugewandt, fanden wir Magen und Darm, die Leber wurde dafür entfernt (Bild 8).
Auf der Suche nach den Nieren fanden wir nur die Fettkörper (Bild 9), danach wurde die Suche beendet.

Sollte jemand Fehler in Organbezeichnungen finden, bitte Bescheid geben.

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Legenot mit Operation:

Die Besitzerin dieser Leopardgeckodame machte sich allmählich Sorgen, da das Tier keine Anstalten machte seine Eier abzulegen. Schließlich fuhr sie zum Tierarzt (Dr. Wiechert, Mainz) und dort wurde die Dame geröntgt. Am gleichen Abend noch wurde das Tier operiert, um die Eier aus dem Bauch zu entfernen.

Vier Tage nach der Operation durfte sie wieder nach Hause in ein steriles Becken. Dort wurde sie weiter mit Antibiotika behandelt und mit Flüssignahrung ernährt, da sie nach der Operation nicht fraß. Nach ein paar Tagen fraß sie jedoch ihre erste Grille selbständig. Bereits weitere vier Tage danach durfte die Dame wieder zu ihrer Gruppe ins richtige Terrarium. Die Fäden wurden etwa vier Wochen nach der Operation gezogen.

Als sich das Tier wieder komplett erholt hatte setzte es ein intaktes Gelege ab und die Besitzerin war erleichtert.

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Legenot ohne Operation:

Während einer Quarantäne-Unterbringung bekam eines unserer Leopardgecko-Weibchen Legenot. Eins der zwei Eier hatte sie selber abgesetzt, das zweite jedoch verblieb im Körper. Auch nach zwei Wochen änderte sich daran nichts und das Tier stellte das Fressen ein.

Ein Tierarztbesuch stand an. Das Weibchen bekam eine Kalziumspritze in Verbindung mit einer Vitaminspritze. Das Kalzium soll das Ei aus dem Körper treiben und die Vitamine sollen die Wirkung des Kalziums unterstützen.

Es dauerte keinen halben Tag bis das Ei draußen war. Die Erleichterung war dementsprechend. Kurz darauf begann das Weibchen wieder mit der Nahrungsaufnahme.

Hätte die erste Behandlung nichts gebracht, wäre die Behandlung wiederholt worden. Danach bekäme das Weibchen ein wehenförderndes Mittel. Wenn dies auch nicht gelingen würde bleibt nur der letzte Ausweg - die Operation.

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Pilzbefall der Haut:

Nach längerer Futterverweigerung stellte der Besitzer das noch gesund aussehende Tier einem Tierarzt vor, dieser konnte jedoch nichts feststellen und riet zur Zwangsfütterung und der Gabe einer Elektrolytlösung. Das Tier nahm zusehens ab und entwickelte einen Pilzbefall auf der Haut, der sich schnell ausbreitete. Zu diesem Zeitpunkt legte sich das Tier fast permanent in die Wasserschale. Der Pilzbefall wurde mit einer Tinktur behandelt, jedoch ohne Erfolg. Der Befall verschlimmerte sich rasch. Leider ist uns der Ausgang der Geschichte nicht bekannt, wir wissen daher nicht ob das Tier doch noch genesen ist oder schließlich euthanasiert wurde. Im Terrarium befand sich noch ein weiteres Tier, das keinerlei Krankheitsanzeichen zeigte und auch Futter aufnahm.

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OP mit sich öffnender Naht:

Ein adultes Leopardgeckoweibchen musste sich einer Legenot-Operation unterziehen lassen. Alles verlief planmäßig, sogar eine Nachfolgende Häutung verlief ohne Probleme. Schließlich sollte das Tier zur Nachkontrolle vorgestellt werden. Im Wartezimmer des Tierarztes knabberte sich das Weibchen jedoch die Fäden aus der Wunde, so dass aus der klaffenden Wunde die Organe auf den Bodengrund rutschten. Der Tierarzt nahm sich sofort des Notfalls an und operierte das Tier ein zweites Mal, in der Hoffnung es bildet sich wegen der Verunreinigung keine Entzündung im Bauchraum. Auch dies überstand das Weibchen problemlos.

Nun stand ein lang geplanter Urlaub der Familie auf dem Plan und aufgrund der Komplikationen entschieden sie sich, das Tier mit zu nehmen (Autofahrt) um es beobachten zu können. Es passierte was kommen musste - das Tier entfernte sich abermals die Fäden, so dass die Organe nochmals den Ausflug ins Freie antraten. Diesmal im Ausland musste erstmal ein Tierarzt gefunden werden, der was von der Sache versteht. Das Tier wurde dort ein drittes Mal operiert. Die Naht wird immer unschöner, weil bei jeder neuen Operation die Wundränder erneuert werden müssen und so bleibt nicht mehr viel Haut übrig. Deshalb zieht sich das Fleckenmuster des Tieres inzwischen auch bis weit in den Bauch hinein.

Diesmal konnte die Wunde problemlos abheilen und es entstanden keine Nachfolgen durch die Verunreinigung im Bauchraum. Dem Tier geht es heute wieder gut.

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Parasitenbefall mit Kokzidien und Oxyuren:

Als wir unser Uroplaten-Pärchen bekamen zog es natürlich erst einmal in Quarantäne. Bei einer Kotuntersuchung wurde ein Befall mit Kokzidien und Oxyuren festgestellt. Nach guten Erfahrungen mit Baycox bei unseren anderen Tieren behandelten wir die Uroplaten auch damit. Die Tiere sprachen gut darauf an, außer der einwöchigen Fresspause gab es keine Komplikationen. Die Oxyuren wurden mit Panacur ebenfalls erfolgreich behandelt. Beim Männchen sind leider noch ein paar wenige übrig geblieben, der Befall wird regelmäßig kontrolliert, ist aber stets in sehr geringem Rahmen und stört die Tiere in keiner Weise.

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Altersschwäche, Verfettung der Organe:

Willi war ein Wildfang, sein wahres Alter ist also niemandem bekannt. Er lebte viele Jahre glücklich mit seiner Frau Sophie zusammen. Eines Tages fiel uns auf, dass Willi seinen Bauch beim Schlafen vom Untergrund hob und eine Art Buckel machte. Er erbrach einmal sein Futter. Wir waren mehrmals beim Tierarzt gewesen, der jedoch nicht wirklich helfen konnte. Am 25.09.05 starb Willi. Wir nahmen eine Sektion vor und Teile der Organe wurden histologisch untersucht. Dies ergab nur den Befund, dass die Organe verfettet waren. Insbesondere der sehr große Fettkörper fiel ins Auge. Die Uroplaten bekamen bei uns schon immer weniger zu fressen als die Taggeckos, das schien jedoch immer noch zuviel. Und im Alter regenerieren sich die Organe nicht mehr so gut. Uns ist aufgefallen, dass Willi, seit wir ihn bei uns haben, immer seine 50 g wog - jedoch nahm er in den letzten zwei Monaten vor seinem Tod 20 g zu - wog also 70 g. Woher diese Gewichtszunahme auch kam, war das wahrscheinlich ein Vorbote seines Todes. Vermutlich wurden Willis Organe von dem riesigen Fettkörper in ihren Funktionen beinträchtigt.

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Unfalltod im Terrarium:

Wir trauern um unser eigenes Nachzucht-Weibchen Zoe, die am 26.1.2011 von uns gegangen ist. An diesem Abend haben wir sie zwei Stunden zuvor noch munter im Terrarium umherlaufen sehen, aktiv und munter wie immer und nichts an ihrem Verhalten war anders als sonst. Sie war das blühende Leben. Ich machte gegen Mitternacht meinen üblichen Rundgang und fand Zoe auf dem Rücken liegend tot am Boden des Terrariums, den Kopf im Wasserteil, mit dem Rücken auf einer Glaskante, die dort den Boden vom Wasser trennt.

Dieser Fund war erschreckend, wir hingen sehr an Zoe. Ich entschied daher, das Tier an Exomed zu schicken (per Express, so dass es am Freitag den 28.1. noch eintraf) mit der Bitte um Feststellung der Todesursache und sie mögen bitte ein Augenmerk auf eventuelle Verletzungen der Wirbelsäule durch den Sturz suchen, um einen möglichen Unfalltod abzuklären. Ich hörte erst am 1.2. (Dienstag) von Exomed dass man jetzt mit der Untersuchung beginnen würde. Ich bat nochmals um Beachtung der Wirbelsäule.

Der Befund kam ins Haus und enthielt einen erschreckenden Befund der Leber, die hochgradig verändert gewesen wäre und Verdacht auf eine Leberentzündung als Todesursache bestehen würde. Da kam schon etwas Panik bei uns auf. Die Wirbelsäule oder ein eventueller Unfalltod wurden nicht näher erwähnt. Ich besprach diesen mysteriösen Todesfall mit unserem Tierarzt und dieser meinte: 1. findet man an einer Leber eines in Gefangenschaft lebenden Tieres immer irgendwas und 2. befindet sich die Leber sechs Tage nach dem Tod nicht mehr im Zustand, wie kurz nach Todeseintritt, so dass man mit Aussagen über eine hochgradige Veränderung vorsichtig sein müsse, wenn das Tier schon sechs Tage tot ist wenn man es aufmacht.

So standen wir also wieder am Anfang. Der Unfalltod jedoch kommt als mögliche Erklärung weit besser in Frage, da das Tier vorher nicht im geringsten Anzeichen eines Unwohlseins zeigte. Was letztendlich genau in den 2 Stunden passierte, bleibt im Dunkeln. Folgender Verlauf wäre möglich: Zoe verschätzt sich beim Sprung, fällt rückwärts Richtung Boden und dabei mit der Wirbelsäule auf die Glaskante. Vielleicht war sie sofort tot oder sie konnte sich nicht mehr bewegen oder sie ertrank als sie bewusstlos war?.

Wir werden es nie erfahren. Der Sektionsbefund gab noch folgende Einzelheiten an: guter Ernährungszustand, Herz Stauung, Gefäßsystem Stauung, Lunge im kranialen Abschnitt gerötet, Leber geschwollen braun-orange-grau marmoriert und sehr brüchig.

Aber auch in diesem Fall bemerkten wir, dass die Tiere anscheindend doch trauern können. Pirat sucht äußerst selten den Boden auf und daher ist es schon sehr verwunderlich, wenn er kurz nach Zoes Tod genau an der Unglücksstelle sitzt, ohne irgendetwas zu tun, er starrt nur vor sich hin. Den nächsten Tag suchte er seinen Schlafplatz auf wie üblich und als das Licht aus ging, saß er eine weitere Nacht an der Unglücksstelle und starrte vor sich hin. Zufall? Oder wusste er, dass dort seine Schwester gestorben war? Uns wird immer beigebracht, nicht zuviel hinein zu interpretieren, aber bei so offensichtlichen Verhaltensweisen kommt man schon ins Grübeln.

Die Glaskante wurde natürlich entschärft. Halbierte Bambusrohre verhindern beim nächsten Sturz zwar nicht den Aufprall, aber die Verletzungsgefahr sollte sich bei größerer Auflagefläche wesentlich reduzieren.

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Nahrungsverweigerung:

Unser Neuzugang Willi (ein Uroplatus henkeli-Männchen WF) machte von Anfang an Probleme. Vielleicht war er dem Stress des Umzugs und der Quarantäne nicht gewachsen. Was man ihm auch an Futter anbot, er nahm nichts an. So magerte er täglich mehr ab und verlor an Kraft beim Klettern. Ein Besuch beim TA ergab nichts, er bekam dort eine Vitaminspritze. Ansonsten versuchten wir es mit pürierten Grillen, angereichert mit Vitaminen und Calcium. Davon leckte er nur die Flüssigkeit, aber fraß niemals größere Stücke. Sein Trinkverhalten war glücklicherweise normal, das hat ihm wohl das Leben gerettet.  Als die Monate der Nahrungsverweigerung länger wurden bekam er eine Lösung vom TA, die alle wichtigen Stoffe enthält, so das er keinen Mangel erleidet. Diese wurde ihm einmal täglich auf die Schnauze gegeben, er leckte sie von dort auf.

Obwohl seine Parasitenbehandlung noch nicht gänzlich beendet war entschlossen wir uns, ihn in das richtige Terrarium zu setzen, in der Hoffnung er würde sich dort schneller erholen als in einer sterilen Quarantäne. Eine spätere Kotprobe ergab, dass ein paar wenige Oxyuren überlebt hatten, jedoch so geringfügig das wir es dabei beließen und den Befall regelmäßig kontrollieren.

Immer wieder zwischendurch wurde im Futter angeboten, ohne Zwang wurden ein oder zwei Grillen, Schaben, Mehlwürmer oder Heuschrecken in einer Box vor ihm aufgestellt. Seine einzige Reaktion war ein Schritt rückwärts. Irgendwann begann unsere Hoffnung endgültig zu schrumpfen. In dieser ganzen Zeit ohne Nahrung war er nachts immer fit, balzte und paarte sich mehrmals und sorgte für zwei Nachkommen (danach war Winterzeit). Auch seine Färbung war wie immer.

Nach ungefähr 5 Monaten ohne nennenswerte Nahrungsaufnahme war er ein Bündel Haut und Knochen, das sich trotzdem benahm wie ein gesundes Tier. Eines Abends stellten wir abermals eine Box mit Insekten vor seine Nase und diesmal sollte alles anders sein. Es dauerte zwar gut eine halbe Stunde bis er die erste Grille nahm, aber er tat es. In einer weiteren halben Stunde vertilgte er die zweite Grille. Das war der Moment auf den wir monatelang warteten. Im Laufe der Zeit wurde er kräftiger und inzwischen frisst er seine Futtertiere ohne zu Zögern, sogar von der Pinzette (nur bei großen Futtertieren, so dass seine Kiefer nicht aufs Metall beißen). Er nahm langsam zu und wiegt im Moment 50g, sein Weibchen dagegen 70g. Wir sind sehr froh dass er es geschafft hat, denn er ist ein sehr schönes und interessantes Tier. Jetzt soll er mal für fleißig Nachkommen sorgen. Allerdings wissen wir leider das Alter von ihm nicht und da Uroplaten nur um 7 Jahre alt werden sollen hoffen wir mal, das er noch nicht viele Jahre auf dem Buckel hat.

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Verstauchung eines Vorderbeines:

Eines Nachmittags bemerkten wir, dass unser Männchen Hercules humpelte und seinen rechten Vorderarm sehr schonte. Saß er auf der Hand, ließ er den Vorderarm nur kraftlos hängen. Wir vermuteten, dass er bei seinen beliebten Sprüngen von der obersten Plattform auf den harten Lehmboden nicht ganz glücklich aufgekommen ist.

Der Tierarzt tastete den Vorderarm ab, fand jedoch keinen Hinweis auf einen Bruch. Ein Röntgenbild brachte schließlich Klarheit, es lag kein Bruch vor. Man konnte sehen, dass der Schulterbereich leicht anders aussah als auf der gesunden Seite. Der Tierarzt vermutete eine Muskelbeteiligung, die von selbst heilen müsste.

Trotz der Behinderung kletterte Hercules weiter und wenn er sprang, landete er gezielt auf drei Beinen, während er das andere schützend hochhielt. Zum Laufen benutzte er die verletzte Pfote nur bedingt, da es wohl schmerzte. Wir sind guter Dinge, dass er sich langsam erholt.

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Herzinsuffizienz:

Die traurige Geschichte unseres Männchens Hercules, die leider mit dem Tod endete.

Dem Männchen ging es immer prächtig, jedoch vernahmen wir eines Tages merkwürdige Geräusche aus dem Reptilienzimmer. Es klang wie eine Art Fauchen, doch immer wenn wir nachsahen, konnten wir nichts ungewöhnliches feststellen. Alle Tiere verhielten sich völlig normal. Da das Geräusch aber nach wie vor ein paar Mal am Tag zu hören war, sahen wir öfter nach.

Schließlich fiel uns auf, dass Hercules zeitweise das Maul weit aufsperrte und dieses Geräusch von sich gab, das eine Art röchelndes Fauchen war - danach verhielt er sich völlig normal und hatte auch keinerlei Atemgeräusche. Wir beschlossen das ganze etwas zu beobachten. Zur Sicherheit suchten wir einen Tierarzt auf, dieser untersuchte den Rachen auf eventuell verbliebene Futterreste oder Entzündungen, ansonsten konnte er nichts feststellen. Wie das immer so ist, tat Hercules während des Tierarztbesuchs auch nichts, was ihn krank erscheinen ließ.

Wieder daheim, verschlimmerte sich der Zustand über das Wochenende, so dass das Tier ruhiger wurde und immer öfter das Maul aufriss um röchelnd Luft zu holen.

Montag morgen lag das Tier im Terrarium und bekam kaum noch Luft, atmete teilweise gar nicht und wenn es denn Luft holte, klang das überhaupt nicht gut. Sandra also auf dem schnellsten Wege zum Tierarzt gefahren und auf der Fahrt dorthin war ihr fast klar, dass das Tier ersticken würde ehe sie dort ankommen würden. Die Atempausen wurden immer länger und es hatte den Anschein als ob das Tier nur noch versucht Luft zu holen, wenn man es anfasst. Sandra hielt sogar einmal an um Hercules notfalls wiederzubeleben, da er gefährlich lange keine Luft geholt hat.

Endlich am Ziel durften wir sofort in den Behandlungsraum - Notfälle gehen vor. Sofort wurde eine Röntgenaufnahme von der Lunge gemacht und dort wurde festgestellt, dass die gesamte Lunge mit Flüssigkeit gefüllt ist, was durch ein Herzproblem verursacht wird. So kam Hercules zu seiner Diagnose Herzinsuffizienz und erhielt daraufhin Medikamente, die das Wasser in der Lunge reduzieren sollten.

Ein paar Tage noch war der Zustand besorgniserregend, dies besserte sich jedoch dank der Medikamente mit der Zeit und die Atmung normalisierte sich. Wir hatten nun eine Bartagame, die zeitlebens von Medikamenten abhängig sein würde.

Als nächstes Stand die Winterruhe an und wir hielten Rücksprache mit dem Tierarzt, ob dies zu Verantworten wäre. Dieser bejahte das Vorhaben, da der Kreislauf in dieser Zeit auf ein Minimum reduziert ist und deshalb keine Probleme entstehen sollten. Also gaben wir das Medikament nicht mehr und ließen alle Tiere zusammen im Terrarium überwintern.
Hercules schlief auf der obersten Plattform und es schien ihm gut zu gehen. Wir achteten jeden Tag auf die Atmung und sie war immer ruhig und gleichmäßig, er hatte auch keinerlei Luftnotanzeichen gezeigt.

Eines Tages fiel uns auf, dass eines der Weibchen neben Hercules lag, obwohl dieses vorher im Boden vergraben war. Ungewöhnlich, dieses Verhalten hatten wir sonst noch nicht beobachtet. Hercules schien es gut zu gehen. Am nächsten Morgen erfolge eine neue Kontrolle und das Weibchen war wieder verschwunden, dort wo sie vorher eingegraben war. Sandra stellte bei Hercules keine Atmung mehr fest und bei genauerem Betrachten war das Tier tot. Es lag genauso da wie die Tage zuvor, als wäre es einfach von jetzt auf nachher für immer eingeschlafen. Da es sich nicht bewegt hat, nehmen wir an, dass es keine Schmerzen hatte oder ein Erstickungsproblem, sonst hätte Hercules sich sicher nochmal bewegt.

Der plötzliche und unerwartete Tod war ein sehr trauriges Erlebnis, denn wir dachten, Hercules hätte trotzdem noch ein langes Leben. Im Nachhinein kann man sich viel drauf einbilden - aber aus welchem Grund legte sich das Weibchen zum Todestag neben Hercules und zog sich danach wieder zurück? Hat sie gespürt, dass etwas nicht stimmt? Für uns bleibt dies ein Rätsel, aber irgendetwas muss "in der Luft gelegen haben" - sonst hätte sich das Weibchen nicht so verhalten.

Auf eine Sektion von Hercules haben wir verzichtet, da seine Problematik bekannt war und wir es nicht übers Herz brachten, ihn weg zu schicken. Er war unser erstes Männchen und lange bei uns Zuhause - er sollte bei uns bleiben dürfen.

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Tumorgeschehen Eierstöcke, Tod von Klara:

Manchmal überrascht einen der Tod im schönsten Moment.

Wir waren so stolz auf unsere Klara, die wir von Geburt an begleiten durften. Sie vertrug sich prächtig mit ihren Artgenossen und ihre erste Eiablage ihres Lebens stand bevor. Alles war völlig normal, nichts deutete auf die nahenden Probleme.

Etwa zwei Tage vor dem errechneten Legedatum wurde Klara ruhiger und stellte das Fressen ein, was durchaus nichts ungewöhnliches ist, zumal es die erste Eiablage sein würde. Eines Nachmittags fanden wir das Weibchen am Boden wieder, jedoch unternahm sie keine Anstalten eine Ablagehöhle zu graben. Stattdessen schien sie zu pressen und wir dachten, vielleicht ist sie mit der ersten Ablage überfordert und sie verliert ihre Eier einfach.

Wir ließen sie nicht mehr aus den Augen und eine leise Panik flammte auf, als Blut aus dem After kam. Dann hörten wir ein röcheln, Klara riss ihr Maul auf und spuckte Blut. Schon hatten wir die Transportbox bereit gestellt um zum TA zu fahren. Wir hatten richtige Probleme Klara aus dem Terrarium zu holen, da sie versuchte um sich zu beißen (für ein Tier mit Schmerzen nicht ungewöhnlich).

Die Fahrt dauerte eine halbe Stunde und während dieser Zeit spuckte sie weiterhin Blut, unsere Hoffnungen schwanden. Kurz bevor wir den TA erreichten entspannte sich ihr Körper, der Kampf war vorbei. Der Arzt konnte nur noch den Tod feststellen.

In Sorge um unseren übrigen Bestand schickten wir Klaras Körper zu Exomed, um eine Sektion vornehmen zu lassen. Hier ein Ausschnitt des Befundes:

" Äußere Haut o.B., Mundhöhle mit blutigem Sekret, Lunge mit blutigem Sekret gefüllt, Trächtigkeit 8 fast ablagereife Eier im Oviduct, Eierstöcke mit zahlreichen Follikeln in allen Größen, ca 4cm groß, blutig infarciert, Tumorgeschehen Bauchfell - mit zahlreichen Hämorhagien. Leber hochgradig brüchige Konsistenz, starke Vergrößerung, zahlreiche Hämorhagien. MDK mässig gefüllt, sonst o.B.

Resümee: Todesursache war ein Versagen der Leberfunktion. dieses wurde durch eine hochgradige Entzündung der Leber und des Peritoneums hervorgerufen. Möglicherweise sind die festgestellten Tumoren an den Eierstöcken Auslöser der Entzündungsprozesse gewesen. Trächtigkeit und Tumorgeschehen sind auch als prädisponierende Faktoren für eine Infektion anzusehen."

Kleine Klara, möge es dir, dort wo du jetzt bist, besser ergehen. Wir werden dich immer in Erinnerung behalten!

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Vertrocknete Füße bei einem Jungtier:

Wir sahen so einige geschundene Kreaturen im Laufe der Zeit, darunter fallen auch völlig falsch gehaltene Bartagamen-Jungtiere, die in Zoogeschäften zum Verkauf angeboten werden. Wir arbeiteten zu unserer Bartamenzeit mit einem Zoogeschäft zusammen und bekamen von dort ab und an Jungtiere, die ins sehr schlechtem Zustand waren um sie soweit wieder herzustellen, dass sie Verkaufsfähig waren. Die Jungtiere wurden dem Laden schon in miserablem Zustand überlassen.

Bei zu trockener Haltung und daraus resultierender Häutungsschwierigkeiten kann es zum Absterben der Zehen oder Füße kommen. Ebenso kommt es bei Überbesetzung von Aufzuchtterrarien zu Verwechslungen zwischen "Nahrung" und "Füße", so kommt es vor, dass die Jungtiere sich gegenseitig in die Beine beißen und nicht sofort wieder los lassen. Die dadurch entstandenen Wunden sind nicht unerheblich und meist sind stark verletzte Füße nicht mehr zu retten. Wenn der Besitzer dann nicht den Tierarzt aufsucht, wird das defekte Gewebe vertrocknen und wenn alles gut läuft und keine Infektion auftritt, fällt das vertrocknete Gewebe irgendwann einfach ab.
Wir bekamen des öfteren Jungtiere, die offene Wunden hatten, wo die Füße schon fehlten und versorgten sie so, dass die Wunden abheilten und wieder in den Verkauf gehen konnten. Schlimmere Verletzungen wurden entweder gleich vom Tierarzt amputiert oder die Tiere eingeschläfert.

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Hautverfärbung:

Die Geschichte von Kurt, unserem ersten Halsbandleguan-Männchen, welches wir als WF von einem Vorbesitzer übernommen haben.

Kurt lebte mit seiner Frau Jaqueline in einem Terrarium zusammen und hatte nie zuvor gesundheitliche Probleme. Eines Tages jedoch hielt er sich nur noch apathisch am Boden auf. Verwundert über dieses plötzlich veränderte Verhalten beobachteten wir Kurt genauer und gaben ihm Wasser ins Maul, da er sich auch nicht zum Trinken bewegte. Die Nahrungsaufnahme stellte er auch ein. Schließlich traten am Rücken dunkle Verfärbungen auf. Diese wurden zunehmend lila und schließlich schwarz - das ging ziemlich schnell und verunsicherte uns, so dass wir mit Kurt zum Tierarzt gingen.

Die Kotprobe ergab einen Befall an Flagellaten, der behandelt werden sollte, was auch geschehen ist. Der Tierarzt besah sich der Verfärbungen und schloß eine Verbrennung aus (wir auch, da so etwas noch nie bei uns auftrat, da die Tiere niemals so nahe an Lampen herankämen). Eine Verletzung kann ausgeschlossen werden, da im Terrarium nichts vorhanden ist, was ein Tier derart Verletzen könnte. Auch sprach die Form und Verteilung der Flecken nicht einer Verletzung. Standen noch Bakterien oder Pilze zur Auswahl - der Tierarzt wollte es erstmal mit einer Salbe probieren und so sollten wir Kurt zweimal täglich mit Wedederm-Wundsalbe behandeln und abends vor dem Salben sollte Kurt gebadet werden.

Ein paar Tage nach den Behandlungen schien Kurt Schmerzen zu haben, die leichteste Berührung der dunklen Stellen führte zu einer extremen Abwehrreaktion seinerseits und es schien auch so, als würden sich die Stellen ausbreiten (nicht über den äußeren Rand hinaus, nur innerhalb). Nach Rücksprache mit dem Tierarzt bekam Kurt nun ein Schmerzmittel mit Entzündungshemmer und ließ sich fortan besser berühren.

Da sich die Stellen weiterhin nach innen ausbreiteten und neue Stellen am Kopf hinzukamen, entschied der Tierarzt eine neue Salbenkombination zu versuchen. So sollten wir Kurt mit einem Gemisch aus Clotrimazol-ct-Creme (gegen Pilzbefall) und Dermamycin-Augencreme (gegen Bakterien) behandeln und weiterhin einmal täglich baden. Zu diesem Zeitpunkt gingen wir dazu über, Kurt Grillen ins Maul zu legen, die er dann auch fraß. Er nahm sichtlich ab und dies wollten wir verhindern. Die Verdauung funktionierte einwandfrei und er schluckte die Grillen auch bereitwillig, so dass man das nicht als Zwangsmaßnahme werten kann.

Nach der Behandlung mit den neuen Salben löste sich die oberste Hautschicht auf den dunklen Stellen ab und es blutete ein wenig - von da an reagierte Kurt trotz Schmerzmittel heftig auf die Behandlung, so dass wir uns zunehmend Sorgen machten. Er lief in seinem Einzelterrarium auch nicht mehr rum sondern lag den ganzen Tag auf einer Stelle, jedoch mit offenen Augen.

Ein weiteres Problem tauchte auf: Uns fiel auf, dass Kurt das linke Vorderbein nicht richtig benutzte, es hatte den Anschein als wäre der Fuß taub, da er in beim Laufen nicht in die richtige Stellung brachte. Die Erscheinung breitete sich aus, so dass Kurt das gesamte Bein nicht mehr zu spüren schien - er reagierte auf keinerlei Schmerzreize und ließ das Bein einfach nur kraftlos hängen.

Die dunklen Stellen breiteten sich weiterhin aus und da Kurt immer abwehrender reagierte, schließlich kein Futter mehr schlucken wollte, immer magerer wurde und schließlich nur noch mit geschlossenen Augen in seiner Box lag, stand ein neuer Gang zum Tierarzt an. Das Problem mit dem Vorderbein wurde auch extremer - es hatte den Anschein als würde der Fuß nicht mehr durchblutet (die Haut war auffällig heller) und die Zehen sahen aus, als wären sie dabei abzusterben. Für uns stand der Verdacht nahe, dass dies der letzte Gang sein würde.

Der Tierarzt war über den Allgemeinzustand besorgt und aufgrund dessen, dass das Alter des Tieres nicht bekannt ist lag nahe, dass Kurt vielleicht einfach schon älter war und sein Körper ein Stadium erreicht hatte, wo er sich gegen Krankheiten nicht mehr wehren kann. Der Tierarzt schlug vor Kurt stationionär aufzunehmen und mit Infusionen und anderen Medikamenten nochmal alles zu versuchen, aber zu 90% würde am Ende trotzdem die Erlösung stehen, aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes. In Absprache mit dem Tierarzt entschieden wir uns für die Euthanasie um Kurt weitere Schmerzen zu ersparen. So durfte Kurt friedlich einschlafen.

Im Nachhinein kam die Frage auf, warum kein Abstrich von den Stellen genommen wurde um genau zu bestimmen um was für eine Veränderung es sich handelt. Wir haben da auf die Meinung des Tierarztes vertraut und dieser meinte beim ersten Besuch, dass er einen Abstrich machen könne, dieser aber teuer sei und er es erstmal so probieren möchte. Als sich die Sache dann verschlimmerte kam der Abstrich wieder in Betracht - da sich der Zustand aber so schnell verschlechterte kam es nicht mehr dazu. Auf eine Sektion vom Fachmann wurde aus Kostengründen verzichtet, da es zu der Zeit finanziell einfach nicht möglich war.

Wir nahmen die Sektion selbst vor, wie schon einige Male zuvor und fanden ein übergroßes Herz vor, das laut Tierarzt eventuell von der Injektion ins Herz bei der Euthanasie geschehen sein könnte. Weiterhin fiel dem TA auf, dass die Leber hyperämisiert ist, was jedoch auch postmortal geschehen sein kann. Ihm sind auch noch weiße Ablagerungen auch im Bereich der Lunge aufgefallen, die eventuell Abszesse, Urataberlagerungen oder Fibrosen sein könnten, was jedoch ohne nähere Untersuchung nicht feststellbar ist. Alles in allem sähe Kurt von innen aber nicht wirklich gesund aus.

Nachfolgend Bilder von den Verfärbungen und der Sektion.

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Entzündung mit Todesfolge:

Ende 2010 wurden die Halsbandleguane wie gewohnt in die Winterruhe geschickt. Im Kühlschrank überwinterten sie bis Anfang März. Zwischendurch wurden die Tiere wöchentlich kontrolliert ob alles in Ordnung ist. Jedoch nur Sichtkontrolle ohne die Tiere zu stören. Beim Umsetzen in ein kleines Terrarium in der Aufwachzeit bemerkte ich bei Jaqueline eine Schwellung an der Kloake in der Porenregion ( am Dienstag). Donnerstag war ein Tierarztbesuch angesagt. Die Diagnose lautete auf eine Entzündung - die Bakterien konnten sich während der Winterruhe in Ruhe vermehren. Es sollte Baytril gegeben werden, allerdings erst, wenn der Kreislauf wieder in Gang gekommen ist. Etwa eine Woche sollte ich abwarten und dann mit der Behandlung beginnen.

Die folgenden Tage verhielt sich Jaqueline normal und die Schwellung ging zurück, war am Freitag Abend kaum noch zu erkennen. Samstag mittag schienen Jaquelines Augen etwas eingefallen. Gegen Nachmittag bemerkte ich, dass ein Hinterbein merkwürdig ausgestreckt war und bei einer Kontrolle erwies sich ein Hinterbein als komplett versteift und gefühllos. Die Färbung des Beines war dunkler als normal und bis in die Zehen waren alle Muskeln steif. Jaqueline zog das Bein hinter sich her. Diese Entwicklung hatte ich so nicht erwartet, aber zusammen mit den eingefallenen Augen war es für mich ein Zeichen, dass Jaqueline recht bald von uns gehen würde. Etwa eine Stunde nachdem wir das steife Bein bemerkt haben, hörte Jaquline zeitweise auf zu atmen. Mit offenem Maul wurden die Atemzüge immer weniger, bis sie schließlich ganz ausblieben.

Eine gute Stunde nach dem letzten Atemzug, nachdem ich mir sicher sein konnte, dass Jaqueline wirklich tot war, habe ich mich entschieden sie aufzumachen und nach eventuellen Ursachen der Entzündung zu suchen. Eine Sektion von professioneller Seite fand nicht statt. Ich fand im Darm noch Kot, was nach der Winterruhe nicht sein dürfte. Jaqueline hatte nach der Winterruhe noch keine Nahrung erhalten - das wäre erst eine ganze Woche nach Auswinterung so weit gewesen. Dementsprechend muss sich der Kot über die gesamte Zeit der Winterruhe im Darm befunden haben (obwohl alle Regeln vor der Einwinterung in Bezug auf Darmentleerung/Futterpause beachtet wurden). Ich gehe davon aus, dass diese Nahrungsreste eine Entzündung begünstigt haben, eventuell durch dort entstandene Bakterien.

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Milbenbefall von Wildfängen:

Wer einen Wildfang-Stachelleguan erwirbt sollte mit Milbenbefall rechnen. Auf den ersten Blick mögen die Kleinen Biester nicht gut sichtbar sein - es lohnt das genaue Untersuchen der Tiere. Die Milben befanden sich bei Tamara und Nikita unter den Schuppen im Halsbereich, Unterkiefer, Flanke und Bauch und waren nur zu sehen, wenn man unter die Schuppen sehen konnte. Die Milben waren schwarz und konnten gut mechanisch entfernt werden - dies tötet jedoch nicht die Nachkommen der sichtbaren Milben. Bie Bekämpfung erfolgte so:
Quarantäne ist selbstverständlich um eine Verbreitung zu verhindern, die Tiere wurden in einem terrarienfreien Raum untergebracht. Die üblichen Giftstrips wollten wir nicht anwenden, zuerst versuchten wir es mit der Öl-Methode. Also die Schuppenbereiche mit Ausnahme des Kopfes mit Olivenöl einreiben - jedoch erfordert diese Methode ein regelmäßiges Rausfangen der zu behandelnden Tiere. Stachelleguan-Wildfänge sind ziemlich Streßempfindlich und unsere Nikita verstarb einen Tag nach der ersten Behandlung.
Daraufhin brachen wir diese Methode ab um Tamara nicht auch noch mehr Streß auszusetzen. Nach einer gründlichen Säuberung erfolgte Plan B. Terrarieneinrichtung Küchenpapier mit Papierhäuschen und das alles wurde auf Empfehlung mit einer feinen Schicht Silikatpulver (Schädlingsbekämpfungsmittel, welches die feinen Poren der Schädlinge verstopft und sie somit austrocknet/erstickt) bestäubt und auch Tamara wurde damit eingestäubt, mit Ausnahme des Kopfes. Da dieses Pulver wirkt, sobald eine Milbe darüber läuft ist es in dem Fall unerheblich, dass der Kopf frei blieb. Die dort befindlichen Milben werden früher oder später den Kopf verlassen und dann wars das für die Milbe.
Alle zwei Wochen wurde die Bestäubungsaktion wiederholt, eine tägliche Beckenreinigung erfolgte NICHT, da die Milben ziemlich rasch nach Kontakt mit dem Pulver versterben. Tamara hat diese Aktion ziemlich kalt gelassen, da man sie nicht berühren musste. Sie hat sogar in Quarantäne erfolgreich ein Gelege abgesetzt - dazu wurde für zwei Tage ein feuchtes Ablagegefäß hineingestellt, danach aber sofort wieder entfernt, damit sich dort keine Milben sammeln können. Diese Behandlung erfolgte insgesamt über 6 Wochen, danach wurde Tamara und das Terrarium gesäubert und nochmals 8 Wochen Ausschau nach eventuell neuen Milben gehalten. Es traten keine mehr auf, so durfte Tamara ins neue Zuhause umziehen.
Ob diese Methode andere Gesundheitsrisiken birgt ist uns nicht bekannt, wir bevorzugen aber Methoden ohne Gift. Dass die Öl-Methode Nikita derart streßt, dass sie gestorben ist, hat uns ziemlich mitgenommen. Letztendlich haben wir die Milben doch besiegt, auch wenn es langwierig war.

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Legenot:

Dem Besitzer dieses Tokey-Weibchens fiel auf, dass sich das Tier anders verhielt als sonst. Das Tier riss immer wieder das Maul auf, schüttelte heftig den Kopf und würgte. Eine Zeit danach war das Verhalten wieder normal. Am darauffolgenden Tag wieder das selbe Verhalten mit aufgerissenem Maul, Kopfschütteln und würgen. Diesmal verlor sie aber beim Schütteln das Gleichgewicht und schleuderte sich unkontrolliert durchs Terrarium. Im Anschluss verkrampfte sich der ganze Körper, das Tier zitterte stark und rollte die Zehen auf. Es wechselten sich würgen und Bauchkrämpfe (Wehen) ab.

Dies ging noch zwei Stunden so, bis das Weibchen beim Tierarzt durch Abtasten und Röntgen untersucht wurde. Der Tierarzt stellte eine Legenot fest, jedoch war das Tier bereits sehr schwach und hätte eine Operation sicher nicht überstanden. Das Weibchen bekam ein wehenförderndes Mittel und ein Aufbaupräparat. Nachts dann zeigte das Tier Legeverhalten, schien aber sehr erschöpft. Am nächsten Morgen fand ihr Besitzer sie tot im Terrarium.

Eine Sezierung brachte die Eier zu Tage die sie versuchte abzulegen. Eines davon war ungewöhnlich vergrößert, so dass dies als Verursacher dieser tragischen Geschichte galt.

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Tumore bei einem Jemenchamäleon:

Hier die Geschichte von Gabi Baron:
Seppl ist 5 Jahre alt. Im Herbst 2009 bemerkte ich zwei stecknadelgrosse Erhebungen an Bauch und Vorderfuß (Ellenbogen).Erst sah es nach Hautfetzen aus, die von der Häutung zurück geblieben sind. Da sie sich aber nicht entfernen ließen,betrachtete ich es mit der Lupe. Es sah wie kleine Wärzchen aus.
 Also fuhren wir nach München zu Dr. Bauer. Es standen 2 Diagnosen im Raum:
Abszeß
Tumor
Unter Lokalanästhesie versuchte Dr. Bauer das Gebilde mit dem scharfen Löffel zu eröffnen. Erfolglos. Somit mussten wir uns mit der Diagnose Krebs auseinandersetzen. Da der Tumor nicht behandelbar ist, werden wir unseren Seppl gut beobachten.
Inzwischen hat er an Auge und Kinn zwei neue Tumore bekommen. Solange sie sich nicht entzünden und Seppl keine Schmerzen hat, besteht kein Handlungsbedarf.
Wenn das Gegenteil eintritt, wird es ein schwerer Gang zu Dr. Bauer werden.
Bis dahin darf er noch schöne Tage- hoffentlich auch noch einen Sommer im Garten - genießen.

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